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Ein architektonisches Kleinod geworden ist das Haus Rätschenbach 12 nach der Sanierung durch die Stadt.

Haus am Rätschenbach 12 

Neuer Bürgertreff startet im März

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Einst Bruchbude, heute architektonischer Hingucker: Das Haus am Rätschenbach wird ab März Bürgertreff. Der BRK-Kreisverband als Träger hat ein facettenreiches Konzept entwickelt.

Erding – Als die Stadt im Mai 2015 mit der Sanierung des Hauses Am Rätschenbach 12 begonnen hatte, konnte sich niemand so recht vorstellen, dass aus dem verfallenen Gemäuer noch einmal etwas werden könnte. Nun, zweieinhalb Jahre später, erstrahlt das einstige Bürgerhaus in neuem Glanz. Mitten in der Erdinger Altstadt steht ein Kandidat für den Landkreis-Fassadenpreis 2017.

So wie es der Stadt für 1,8 Millionen Euro gelungen ist, dem Gebäude neues Leben einzuhauchen, so will es der BRK-Kreisverband Erding im Inneren tun. „Im März eröffnen wir den Bürgertreff“, freut sich BRK-Kreisgeschäftsführerin Gisela van der Heijden im Gespräch mit unserer Zeitung.

Die Idee dafür ist zwar nicht älter als das Haus, doch zunächst hatten Bürgertreff und historisches Gebäude nichts miteinander zu tun. „Bereits 2013 haben wir der Stadt ein Konzept vorgestellt“, erinnert sich van der Heijden. Wir – das waren die Gründer des Pflegestammtischs um AOK-Direktor Andreas Kochbeck sowie Engagierte wie Albert Roth, Willy Scheib und Siegfried Draxler. Der Stadtrat war überzeugt.

Betrieben wird der Bürgertreff von der neuen BRK-Gliederung „Wohlfahrt & Soziales“. Unterm Dach findet der Kunstverein Platz.

Das BRK-Programm trägt unter anderem die Handschrift von Danuta Pfanzelt. Sie berichtet, dass es jeden Freitag von 11.30 bis 13.30 Uhr einen Mittagstisch für bedürftige Senioren geben werden, dazu immer dienstags von 8 bis 10 Uhr ein Seniorenfrühstück. „Ganz klar ist: Das wird alles auf Spendenbasis laufen. Wir werden nichts verlangen, denn wir wollen keine Konkurrenz zur Gastronomie sein“, stellt van der Heijden klar. Das Essen werde über das BRK-Kinderhaus in Altenerding bezogen.

Ebenfalls an Senioren richten sich der offene Treff jeden Mittwoch von 14 bis 16 Uhr. Hier kann gespielt, geratscht und Kaffee getrunken werden. Das Erzählcafé findet jeden dritten Freitag im Monat von 14 bis 16 Uhr statt. Sitzgymnastik gibt es außerhalb der Ferien dienstags von 15 bis 16 Uhr. Denksport kann an jedem ersten und dritten Montag von 14 bis 15 Uhr betrieben werden. Die Selbsthilfegruppe für Angehörige von Demenzkranken trifft sich jeden dritten Dienstag um 19 Uhr. Immer am letzten Montag im Monat richtet sich das Trage-Café von 10 bis 12 Uhr an junge Mütter zum Erfahrungsaustausch. Täglich geöffnet ist das Nähcafé, bei dem vorhandene Nähmaschinen genutzt werden können.

Darüber hinaus kündigt van der Heijden Kooperationen mit dem Katholischen Bildungswerk und der Kreismusikschule an.

Soeben abgesegnet hat der BRK-Vorstand, dass eine Vollzeitkraft hauptberuflich angestellt wird. „Das meiste werden wir aber im Ehrenamt leisten“, so die Kreisgeschäftsführerin.

Das Gebäude ist so gut wie fertig, das BRK werkelt eifrig am Innenleben. „Sparsamkeit ist oberstes Gebot“, sagt van der Heijden und verweist auf eine Möbel-Erbschaft sowie ein paar Schnäppchen aus dem Sozialkaufhaus. Nur wenige Gegenstände mussten neu gekauft werden. Kissen und Vorhänge entstehen in Handarbeit. Die tragende Farbe? BRK-Rot natürlich.

Eine Aktion liegt van der Heijden besonders am Herzen: Bald wird sie die Erdinger aufrufen, eine ganz persönliche Tasse zu spenden. „Damit wollen wir Nähe zwischen Bürgern und Treff herstellen.“

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