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Den AfD-Vorstand bilden (ab 4. v. l.) die Beisitzer Martin Baade und Dieter Kuhn, Schatzmeister Max Öttl, Kreisvorsitzender Wolfgang Kellermann mit seinen Stellvertretern Jens Knöbel und Tobias Krüger sowie die Beisitzer Christian Riedmayr, Hermann Gruber, Wilhelm Gamper und Eugene Flierl. Zu Besuch kamen (v. l.) Oberbayerns stellvertretender Bezirkschef Andreas Winhart, Bundestagsabgeordneter Stefan Protschka und Andreas Reuter (Landesliste Bayern).

Neuer Kreisverband

AfD greift im Landkreis an

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Der neue Erdinger AFD-Verband will bei Landes- und Bezirkstagswahlen mit eigenen Kandidaten antreten und 2020 in die Gemeinderäte einziehen. Zum Vorsitzenden wurde Wolfgang Kellermann gewählt.

Erding – Die AFD will sich im Wahlkampf für die Landtagswahl im Herbst 2018 besser positionieren. Deswegen hat sich der bisherige AfD-Kreisverband Erding-Ebersberg gesplittet. Der Mitgliederbeschluss vom November 2017 wurde nun umgesetzt. Etwa 40 AFDler – darunter 23 stimmberechtigte Mitglieder – kamen am Dienstag im Restaurant am Erdinger Schwimmbad zusammen, um den Vorstand des Kreisverbands zu wählen.

Als Versammlungsleiter hatte man sich den AFD-Bundestagsabgeordneten Stephan Protschka eingeladen. Die Wahlleitung hatte Andreas Winhart, stellvertretender Bezirksvorsitzender Oberbayerns, inne. Die Wahl ging schnell über die Bühne. Wer für welche Funktion, zumindest an der Vorstandsspitze, kandidiert, war schon im Vorfeld beraten worden.

Kreisvorsitzender wurde, wie erwartet, Wolfgang Kellermann. Bekannt ist der 45-Jährige in Erding als früherer Stadtrat und Ortsvorsitzender der Republikaner. Seit geraumer Zeit ist er Regionalbeauftragter der AFD. Seine Stellvertreter sind Jens Knöbel und Tobias Krüger, Schatzmeister ist Max Öttl. Zum Vorstand gehören außerdem sechs Beisitzer. Köbel wurde zudem zum Abgesandten des Kreisverbandes zum Bundesparteitag gekürt.

Kellermann dankte in seiner Antrittsrede allen, die beim Entstehen des Kreisverbandes mitgeholfen hatten, und erinnerte daran, dass die AFD bei der Bundestagswahl im Herbst mit 13,5 ProzentStimmenanteil zur zweitstärksten Partei im Landkreis Erding gewählt worden sei. Das große Ziel seien nun die Landtagswahlen im Herbst 2018. „Wir sitzen in 14 Landtagen und haben noch Hessen und Bayern vor uns. Ende 2018 wird die AFD in 16 Landtagen sitzen“, sagte Kellermann kämpferisch.

Für den neuen Verband gab er bekannt, dass man sowohl bei der Landtags- als auch bei der Bezirkstagswahl einen Erststimmen-Kandidaten ins Rennen schicken wolle. Mit Blick auf die Kommunalwahlen im Frühjahr 2020 kündigte Kellermann an, eine Kreistagsliste stellen zu wollen sowie eine Stadtratsliste in Erding. Außerdem „werden wir versuchen, in den größeren Orten wie Dorfen, Taufkirchen, Isen oder Wartenberg im Stadt- beziehungsweise Gemeinderat Listen aufzustellen. Wir werden bei allen Kommunen darum kämpfen, dass wir zweistellig einziehen“.

von Henry Dinger

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