Gehard Bährist seit fast 30 Jahren beim Luftfahrtkonzern MTU. F.: MTU

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Neuer MTU-Chef in Erding

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Erding – Der Luftfahrtkonzern MTU hat einen neuen Chef für den Standort Erding bestellt: Gerhard Bähr folgt auf Josef Arlt.

Vor genau zehn Jahren, im November 2006, verlegte Deutschlands führender Triebwerkshersteller, die MTU Aero Engines, einen Teil seines Portfolios nach Erding. Erster Leiter dieser Niederlassung auf dem Gelände des Fliegerhorstes war Josef Arlt. Er hat den Konzern jetzt auf eigenen Wunsch hin verlassen, teilt MTU-Sprecherin Melanie Wolf mit – und stellt gleichzeitig den Nachfolger vor: Gehard Bähr, der sich bei der MTU bestens auskennt.

Der Luftfahrtingenieur ist seit fast 30 Jahren beim Konzern tätig. Vor seiner Berufung nach Erding zum 1. November war Bähr acht Jahre lang Programmleiter der militärischen Triebwerke TP400-D6 und Tyne für Transall und A400 M am Standort München. Bei MTU hatte Bähr eine Reihe leitender Positionen inne. Zu seinen Stationen gehörten neben der Programmleitung die Bereiche Test, Entwicklung, Produktion sowie ein Einsatz in den USA.

Für MTU ist Erding ein wichtiger Standort, der laut Wolf in den vergangenen Jahren immer wieder ausgebaut wurde. Auch als das Bundesverteidigungsministerium vor ziemlich genau fünf Jahren das Aus für den Fliegerhorst in den nächsten Jahren bekannt gab, hielt MTU zum Standort Erding.

Hier werden die Triebwerke des Bundeswehr-Kampfjets Tornado (RB199), des Hubschraubers Tiger (MTR390) sowie der Antrieb des Eurofighter-Kampfjets EJ200 nicht nur montiert, sondern auch instand gesetzt.

„Für Erding als Standort zur Zusammenführung der militärischen Triebwerksprogramme hat sich die MTU entschieden, weil dort bereits viel Expertise und Platz vorhanden sind,“ kommentiert Herbert Neumeier, Leiter Instandsetzung, Montage und Produktionsservices bei der MTU Aero Engines in München. „Mit Gerhard Bähr haben wir einen erfahrenen Mann an der Spitze, der das Militärgeschäft sehr gut kennt.“

Auf über 10 000 Quadratmetern Fläche betreibt die MTU zwei Produktionshallen am Fliegerhorst für Instandhaltungs- und Logistikzwecke. Bei der Betreuung von militärischen Antrieben gehen Wirtschaft und Bundeswehr seit einem Jahrzehnt gemeinsame Wege: 120 MTU-Mitarbeiter und 15 Soldaten arbeiten zusammen.

Hans Moritz

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