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Gut besucht war die außerordentliche Generalversammlung: Der Schützenverein Edelweiß Pretzen setzt auf neue Technik und will auf diese Weise Jugendliche für den Schießsport gewinnen.

Schützenverein Edelweiß Pretzen 

Mit neuer Technik Nachwuchs im Visier

Pretzen – Der Schützenverein Edelweiß Pretzen schafft eine elektronische Schießanlage und Lichtgewehre an. Damit rüstet sich das traditionsreiche Bündnis für die Zukunft und will für den Nachwuchs attraktiv bleiben.

Eine schnelle Entscheidung fiel in der außerordentlichen Mitgliederversammlung des Schützenvereins Edelweiß Pretzen zur Anschaffung einer elektronischen Schießanlage: Rund 30 Mitglieder ließen sich vor dem eindeutigen Ja kurz in die Technik einweihen.

Am elektronischen Schießstand geht es um Messrahmen mit in mehreren Reihen angeordneten Infrarot-Lichtschranken. Die Geschosse jedes Kalibers werden berührungslos mit einer Genauigkeit von einem Zehntelmillimeter erfasst. Notwendig sind ein Steuer-PC, WLAN und handelsübliche Tablet-PCs, beziehungsweise Smartphones. Der Zentralrechner wird hauptsächlich zu Wettkämpfen benutzt und kann im Trainingsbetrieb ausgeschaltet werden.

Unter zwei nahezu preisgleichen Anbietern entschied sich der Verein für den Hersteller Meyton. Dabei soll auch gleich die Blechwand, laut Vorsitzendem Manfred Voglberger „schon ziemlich verhagelt“, gegen eine neue Kunststoffwand ausgetauscht werden. Die Kosten der Anlage liegen bei circa 16 500 Euro. „Anbetracht des Kassenstands können wir uns das gleich zweimal leisten“, erklärte der Vorsitzende, „und auf der Bank bringt das Geld ohnehin nichts“.

Nach der Genehmigung durch die anwesenden Mitglieder bei nur zwei Enthaltungen soll die Anlage bereits Anfang Dezember installiert werden.

Das ist nicht das Ende der Einkaufsliste. Zur Entscheidung standen auch zwei Schießstände für ein Lichtgewehr an. Der Schützenverein wäre damit Vorreiter im Landkreis und könnte Jugendliche frühzeitig für den Schießsport gewinnen. Mit einem normalen Gewehr ist das Schießen erst ab zwölf Jahren erlaubt, mit Sondergenehmigung des Landkreises ab zehn Jahren. Die meisten Jugendlichen sind dann aber schon in anderen Vereinen eingebunden. Das Lichtpunktgewehr darf jedoch schon mit sechs Jahren benutzt werden.

Dabei hoffen die Edelweißschützen auf regen Zulauf, so dass gleich zwei Schießstände mit Kosten von rund 3500 Euro angeschafft werden sollen, um kein Gedränge entstehen zu lassen. Trotz aller Gefahrlosigkeit werden die Jugendlichen betreut und sportlich beraten, hieß es in der gut besuchten Sonderversammlung.

Gert Seidel

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