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Im Stadtpark soll die S-Bahn in den - längeren - Tunnel einfahren. Diese Umplanung kostet Zeit. Der Ringschluss ist aber nach wie vor eines der Top-Projekte in Bayern.

Neues Bahnkonzept des Verkehrsministers

„Ringschluss hat weiter höchste Priorität“

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Muss man sich um den S-Bahn-Ringschluss wieder Sorgen machen. Wird er von der  zweiten Stammstrecke erschlagen. Im Ministerium wiegelt man ab. Alles in Ordnung, heißt es. Das ist der Sachstand:

Verkehrsminister Joachim Herrmann (CSU) will den Bahnknoten München, ein Werk seines Vorgängers Martin Zeil (FDP), in Teilen wieder aufdröseln. Hintergrund ist die Erkenntnis, dass sich nicht alle Wünsche aus München und dem Umland im ursprünglich gesetzten Zeit- und Finanzierungsrahmen realisieren lassen. Priorität hat für Herrmann, wie am Freitag berichtet, die zweite Stammstrecke. Zwischen den Zeilen war herauszuhören, dass der S-Bahn-Ringschluss von Erding an den Flughafen einmal mehr ins Hintertreffen geraten könnte. Dabei hatte der Minister erst beim Erdinger CSU-Neujahrsempfang den Schulterschluss mit der Stadt gelobt und eine rasche Realisierung versichert.

Tatsache ist: Lange hatte es geheißen, der Ringschluss werde parallel oder noch vor dem Bau der zweiten Röhre verwirklicht. Letztere steht nun allein an erster Stelle.

Auf Anfrage unserer Zeitung teilte eine Ministeriumssprecherin mit: „Ringschluss und Walpertskirchener Spange sind fester Bestandteil des Bahnknotens München und werden vom Freistaat mit höchster Priorität vorangetrieben.“ Es gebe keine neuen Verzögerungen. Eine Änderung dieses Konzepts beziehungsweise eine neue Rolle des Ringschlusses sind nicht geplant“, versicherte die Sprecherin.

Allerdings seien Umplanungen nötig, um den von der Stadt Erding gewünschten längeren Tunnel realisieren zu können. „Diese werden nach heutigem Kenntnisstand bis Ende 2017 dauern.“

Zum weiteren Zeitplan für den Abschnitt im Stadtgebiet teilte das Ministerium mit, dass nach der Einigung mit Erding und entsprechender Aktualisierung der Pläne voraussichtlich im Januar 2018 das Planfeststellungsverfahren beim Eisenbahnbundesamt beantragt werden könne.

Was das Teilstück zwischen Erding und dem Flughafen betrifft, geht das Eisenbahnbundesamt davon aus, dass der Planfeststellungsbeschluss bereits Ende März dieses Jahres vorliegen könnte.

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