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Appell für den Klimaschutz: Umweltministerin Ulrike Scharf (2. v. l.) bei ihrem Neujahrsempfang vor rund 500 Gästen im Kaisersaal der Münchner Residenz. Für den musikalischen Rahmen sorgte das Erdinger Salonorchester der Kreismusikschule unter der Leitung von Veronika Marschall

Neujahrsempfang der Umweltministerin

Scharf will Flächenfraß eindämmen

  • Hans Moritz
    VonHans Moritz
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An einem der festlichsten und prunkvollsten Orte in Bayern, im Kaisersaal der Münchner Residenz, hat Umweltministerin und Erdinger Stimmkreisabgeordnete Ulrike Scharf (CSU) am Dienstag zum Neujahrsempfang geladen.

Erding/München - Unter den 500 Gästen befanden sich auch zahlreiche Erdinger, darunter Scharfs Familie, Kreisheimatpfleger Hartwig Sattelmair, die frühere Kreisbäuerin Elisabeth Mayr, Ex-Kreisobmann Hans Schwimmer und der Oberdinger Bürgermeister Bernhard Mücke.

Nach der Erdinger Pianistin Johanna Doll im Vorjahr kam auch diesmal die Musik aus Scharfs Heimat – das Salonorchester der Kreismusikschule unter der Leitung von Veronika Marschall.

In ihrer Festrede ging Scharf unter anderem auf den Verbraucherschutz ein. Im Zeitalter der Digitalisierung befinde sich die Verbraucherberatung in einem Wettlauf mit der Turbomoderne. Verbraucherservice und -zentrale würden dafür gerüstet.

Die Globalisierung eröffne zwar neue Welten, aber auch Risiken würden globalisiert. Deswegen habe man auch die Lebensmittelüberwachung besser aufgestellt, so Scharf mit Hinweis auf die neue Kontrollbehörde mit einem Dienstsitz in Schwaig.

Die 50-Jährige bekannte sich zum Flächensparen. „Das Landschaftsbild muss erhalten, viele Ortszentren revitalisiert werden.“ Innerstädtische Gewerbebrachen könnten mit staatlicher Hilfe wiederbelebt werden. Es werde ein eigenes Entsiegelungs- und Renaturierungsprogramm geben. Zudem sprach sich Scharf für ein „verpflichtendes kommunales Flächenmanagement“ aus. Die Grenzen von Schutzgebieten seien „konsequenter einzuhalten“. Das sei auch ein Beitrag, um gegen die wachsenden Risiken durch Extremwetter besser gerüstet zu sein. Aus diesem Grund sei es eine „allgemeine Pflicht, mehr für den Klimaschutz zu tun“. Ihr Fazit: „Umwelt und Verbraucherschutz gelingen nur, wenn wir uns alle dafür einsetzen.“

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