Nordkorea erneut von Erdbeben erschüttert

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Nördlich Siglfing

Nach 20 Jahren: Stadträte geben Bauleitplanung für Sondergebiet auf

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Erding – 20 Jahre Mühe umsonst: Mit einer geordneten Bauleitplanung für das Sondergebiet nördlich Siglfing wird es nichts mehr. OB Max Gotz war in der Sitzung des Stadtentwicklungs-, Umwelt- und Verkehrsausschusses des Erdinger Stadtrats sichtlich bedient. „Seit 20 Jahren drängen wir darauf, jetzt wären wir kurz davor gewesen. Dann heißt’s wieder: ,Wir machen nicht mit.‘ Das ist eine unerfreuliche Geschichte.“

Gemeint sind die Grundstückseigentümer, die im Oktober in einer Eigentümerversammlung über den aktuellen Planungsstand informiert worden sind. Allerdings unterzeichneten nur wenige von ihnen dann auch eine Einverständniserklärung. Außerdem habe es fast nur negative Rückmeldungen gegeben.

Hans Egger (Erding Jetzt) wollte die genauen Gründe dafür erfahren. „Die gehören nicht in die Öffentlichkeit“, entgegnete ihm Gotz, der mit seiner Enttäuschung nicht zurückhielt: „Wir sind nicht dazu da, unser Haus 20 Jahre lang rumplanen zu lassen und so anderen Projekten nicht den nötigen Zeitraum gewähren zu können.“

Der Stadtrat hatte Ende 1996 die Aufstellung des Bebauungsplans 149 für das Sondergebiet beschlossen. Dieser wurde gefasst, um die dort tätige Kiesindustrie zu regeln. Östlich des Plangebiets befindet sich ein Vorranggebiet und im Norden eine Vorbehaltsfläche für Kiesabbau. Daher sollte ein Sondergebiet für kiesverarbeitende Firmen in kurzer Distanz zu den Ausbeuteflächen entstehen, um die Schwerverkehrbelastung für das Stadtgebiet zu minimieren.

Für den neuesten Vorschlag, das Plangebiet in zwei voneinander unabhängige Bebauungspläne aufzuteilen, gab es wieder hauptsächlich negative Resonanz, weshalb der Ausschuss nun genug hatte und die Aufstellungsbeschlüsse einstimmig aufhob. „Es macht keinen Sinn“, befand auch CSU-Rat Jakob Mittermeier.

Johanna Heindl von den Freien Wählern merkte an, dass bei Siglfing nicht nur Kies entnommen, sondern vor Ort auch gearbeitet werde. Sie wollte wissen, ob das nun so weitergehen dürfe. Gotz bejahte das. Dafür gebe es Genehmigungen, die das Landratsamt in den 90er-Jahren erteilt habe.

mas

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