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Stellte ihr Programm vor: Petra Bauernfeind, Oberbürgermeisterkandidatin der Freien Wähler (r.).

Politischer Frühschoppen der Freien Wähler

Bauernfeind will konstruktives Miteinander, aber ohne die AfD

Petra Bauernfeind, Oberbürgermeisterkandidatin der Freien Wähler Erding, hat die Eckpunkte ihres Programms präsentiert.

Erding – Ihr Wahlprogramm hat Petra Bauernfeind, Oberbürgermeisterkandidaten der Freien Wähler (FW), bei einem politischen Frühschoppen am Sonntagvormittag vorgestellt. Sie plädierte für ein konstruktives Miteinander im neuen Stadtrat, schloss aber jegliche Zusammenarbeit mit der AfD aus.

Jürgen Beil, der in Eichenkofen ein Heimspiel hatte, begrüßte die Gäste im Gasthaus Brunold und erzählte, dass es trotz des hohen zeitlichen Aufwands immer noch Spaß mache, im Stadtrat zu sitzen. FW-Ortsvorsitzender Benedikt Hoigt nannte die Kommunalwahl „die Mutter der Demokratie“. Als Stadtrat könne man direkt auf das Leben in der Kommune einwirken, und auf den Erdinger Stadtrat komme viel zu, „denn die Stadtteile werden sich verändern“. Ihm sei es wichtig, „die Heimat zu erhalten und zu bewahren“.

FW-Kreisvorsitzender Rainer Mehringer ist stolz darauf, dass die Freien Wähler mit zwölf Kreisräten die zweitstärkste Fraktion im Kreistag bilden. „Wir sind die bürgerliche Mitte und müssen uns stark dem Rand entgegensetzen“, betonte er.

Von der Rekommunalisierung des Klinikums Erding sei er absolut überzeugt, stellte Mehringer fest. „Wir wollen das Kreisklinikum Erding erhalten, immer auf der Höhe der Zeit halten und Dorfen stützen“, lautete sein klare Botschaft. Und was die dritte Startbahn betrifft, so versprach der FW-Kreisvorsitzende, dass es keine geben werde, so lange die Freien Wähler mit in der Regierungsverantwortung seien.

Anschließend stellte sich Oberbürgermeisterkandidatin Petra Bauernfeind vor, die auf die jüngsten Vorfälle in Hanau und Volkmarsen einging und erklärte, dass es für die FW „keine Zusammenarbeit mit der AfD“ geben werde. Was den Wohnungsbau betrifft, so sei sie hier anderer Meinung als OB Max Gotz: „Wenn die Stadt Wohnungen baut, dann bringt das sehr wohl was, aber nicht, wenn Bauträger Wohngebiete hochziehen“. Auch von den Konversionsflächen im Fliegerhorst verspricht sich Bauernfeind einiges. Hier solle die Stadt so viele Flächen wie möglich kaufen. Allerdings müssten Altlasten im Boden berücksichtigt werden. Zur Nordumfahrung meinte die OB-Kandidatin: „Wir sind klar dafür, hätten aber gerne eine andere Trasse gehabt.“ Sie hoffe, dass Eichenkofen „deutlich entlastet wird, vor allem vom Lkw-Verkehr“.

Was die Kostenübernahme betrifft, so prophezeite Bauernfeind: „Das wird noch eine spannende Auseinandersetzung.“ Nachdem sie Themen wie Busanbindung, verkehrsberuhigte Innenstadt („Ich war strikt gegen Tempo 20“), Kinderbetreuung, Rathaus-Tunnel („Ich sehe es als Investition in die Mitarbeiter der Stadt“) und barrierefreie Innenstadt („Die Bushaltestellen vor den Rathäusern werden barrierefrei gemacht“) angeschnitten hatte, schloss Bauernfeind mit dem Wunsch für ein „Klima des Miteinander und Füreinander im Rathaus“.

Bei der anschließenden Fragerunde wurde das Thema Entwicklung im Fliegerhorst angesprochen, ob man hier nicht Gewerbe und Wohnen kombinieren könnte. Jürgen Beil meinte, das sei grundsätzlich möglich, aber man müsse man „ganz stark aufpassen, welches Gewerbe es ist“. Etwas länger wurde über die Nordumfahrung ED 99 diskutiert. Schließlich meinte Mehringer: „Unser Trassenvorschlag ist mit 21:19 überstimmt worden – das ist Demokratie.“ Was das leer stehende Mayr-Wirt-Areal betrifft, so sagte Bauernfeind, man wolle eine Gaststätte, aber keinen Nobel-Italiener: „Wir wünschen uns eine Wirtschaft, die dem Mayr-Wirt in etwa entspricht.“

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