+
Gemeinsam stark: Eltern sollten ihren Kindern den neuen Schulweg erklären – mit allen Gefahrenstellen. 

Aktion Erding sicherer 

Obacht: Kinder sind keine kleinen Erwachsenen

  • schließen

Ab Dienstag, 11. September, sind wieder jeden Tag tausende Schüler auf unseren Straßen unterwegs. Damit sie sicher zur Schule und wieder nach Hause kommen, müssen alle Verkehrsteilnehmer rücksichtsvoll fahren. Im Bereich des Polizeipräsidiums Nord haben sich im vergangenen Schuljahr 105 Unfälle auf dem Schulweg ereignet, bei denen 119 Mädchen und Buben teils schwer verletzt wurden. Deswegen kündigt die Polizei gerade in den nächsten Tagen verstärkte Kontrollen an.

Landkreis – Der Erdinger Fahrlehrer Christoph Flittner, Partner der Aktion „Erding sicherer“ der Heimatzeitung, rät zu Gelassenheit. „Zeit ist das allerwichtigste. Wer sich Zeit nimmt, macht weniger Fehler und reagiert gelassener.“ Deswegen sollten sich Kinder und Eltern rechtzeitig auf den Weg machen.

Dabei, bittet Flittner, sollten Jugendliche aber bitte nicht zu Smartphone-Zombies mutieren. „Man sieht immer mehr Menschen im Straßenverkehr, die nur auf ihr Handy schauen. Das ist lebensgefährlich, weil man den Verkehr rund um sich ausblendet.“ Kopfhörer sind laut dem Fahrlehrer zwar erlaubt, „aber lasst das bitte“. Denn: „Auch wenn man nur leise Musik hört, nimmt man seine Umgebung anders oder schlimmstenfalls gar nicht wahr.“

Viele Schüler werden sich ab morgen wieder aufs Radl schwingen. Die Autofahrer erinnert Flittner daran, in einem Abstand von mindestens 1,50 Meter an ihnen vorbeizufahren. „Ja, das kann auch mal bedeuten, dass man wegen Gegenverkehrs hinter einem Radler bleiben muss.“

Auf der anderen Seite sollten die Pedalritter wissen: Über den Zebrastreifen zu brettern, ist verboten. „Passiert trotzdem massenweise“, berichtet Flittner.

Viele Kinder werden morgens zur Schule gefahren. Im Ingolstädter Polizeipräsidium hat man die Erfahrung gemacht, dass erstaunlich viele Insassen nicht angeschnallt sind und ihre Kinder nur unzureichend in entsprechenden Sitzen gesichert haben.

Die Polizei bittet alle Verkehrsteilnehmer, durch die Brille eines Kindes zu sehen. Sie sind nämlich keine kleinen Erwachsenen. Die Kleinen, so ein Polizeisprecher, haben eine andere Wahrnehmung von Geschwindigkeit und Entfernung. Aufgrund ihrer geringen Körpergröße können sie nicht über geparkte Autos schauen – und plötzlich auf der Fahrbahn stehen.

Besonderes Regeln gelten rund um Schulbusse. Steht einer mit Warnblinkanlage an einer Haltstelle, dürfen Autos in beiden Richtungen (!) nur in Schrittgeschwindigkeit daran vorbeifahren.

Eltern gibt die Polizei den Rat, den Schulweg intensiv mit den Kindern zu üben und sie hell zu kleiden.

Manfred Raubold von der Erdinger Verkehrswacht weist darauf hin, dass der kürzeste Schulweg nicht immer der der sicherste sein muss. Ein kleiner Umweg mache oft Sinn. Mit dem Fahrrad sollten Kinder laut Raubold erst nach bestandener Fahrradprüfung fahren – also ab der vierten Klasse.

Eltern ruft die Verkehrswacht in Erinnerung, sich auch selbst stets korrekt zu verhalten. Denn sie seien ihren Kindern ein Vorbild – positiv wie negativ.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

War es Mord? Monika Liebl seit 2007 vermisst: Nach anonymem Tipp sucht Kripo Schrebergarten ab
Die Kripo sucht in Erding nahe München am Dienstag einen Schrebergarten ab. Es geht um eine Frau, die seit 2007 vermisst wird. Ein anonymer Tippgeber nannte Details.
War es Mord? Monika Liebl seit 2007 vermisst: Nach anonymem Tipp sucht Kripo Schrebergarten ab
„Dafür geben Kommunen gerne Geld aus“
Das Jubiläum des Volksbildungswerk Forstern wurde mit Ehrungen, Fotoshow, Musik vom Singkreis Forstern und netten Gesprächen gefeiert. 
„Dafür geben Kommunen gerne Geld aus“
CSU läutet den Kommunalwahlkampf ein
Die CSU-Fraktion im Stadtrat von Dorfen hat eine Reihe von Anträgen zum Haushalt 2019 eingebracht. Vor allem im Bereich Verkehr wollen die Christsozialen investieren.
CSU läutet den Kommunalwahlkampf ein
QR-Code als letzte Erinnerung
Auch der Tod geht mit der Zeit. Die Möglichkeiten, einen Angehörigen zu bestatten, sind in den vergangenen Jahren größer geworden
QR-Code als letzte Erinnerung

Kommentare