Launiger Tanz am Rande des Abgrunds: Das Oberstufentheater des Anne-Frank-Gymnasiums spielt die Shakespeare-Komödie „Was ihr wollt“ (v.l.): Sina Miller als wunderbar schwäbelnde Kammerzofe, Moritz von Fraunberg als lustvoller Trinker, Philipp Keuchel als gestrauchelter Liebhaber und Antonia Fleischer als kecke Fabia. 
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Launiger Tanz am Rande des Abgrunds: Das Oberstufentheater des Anne-Frank-Gymnasiums spielt die Shakespeare-Komödie „Was ihr wollt“ (v.l.): Sina Miller als wunderbar schwäbelnde Kammerzofe, Moritz von Fraunberg als lustvoller Trinker, Philipp Keuchel als gestrauchelter Liebhaber und Antonia Fleischer als kecke Fabia. 
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Am Freitagabend feierte das Oberstufentheater am Anne-Frank-Gymnasium eine ganz besondere Premiere.
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Oberstufentheater am Anne-Frank-Gymnasium 

Am Rande des lustvollen Zusammenbruchs

Erding – Die bekannte Komödie „Die zwölfte Nacht oder Was ihr wollt“ von William Shakespeare ist ein schwindelerregendes Spiel mit Identitäten, Geschlechterrollen, Maskierungen, Erwartungen, Lug, Trug und kunstvoll konstruiertem Happy End. Denn letztlich finden sich die Paare. Am Freitagabend feierte das Stück in einer spritzigen Inszenierung des Oberstufentheaters am Anne-Frank-Gymnasium Premiere.

Die erfahrene Regisseurin Margit Pfeiffer-Schneider bündelte alle kreativen Kräfte vor und hinter der Bühne, gab entscheidende Impulse, unterstützte die Ideen der Mitwirkenden und hielt mit sicherer Hand alle Fäden in der Hand. Es entstand eine wortwitzige und farbenreiche Inszenierung, die durch die darstellerischen Leistungen, die Live-Musik, Kostüme, Maske, Licht, Ton und Bühnenbild zu einem spannenden Theatererlebnis wurde, das passend zum Stück alle Sinne ansprach. Schließlich geht es um erotische Verwicklungen. Man sollte sich von der Leichtigkeit der Komödie allerdings nicht täuschen lassen. Die Figuren geben sich einem Tanz am Abgrund hin, verlieren sich in Verrücktheiten, stolpern in ihr Liebesglück oder scheitern mit Grandezza.

Zu Shakespeares Zeiten spielten ausschließlich Männer alle Rollen. In der Schulinszenierung ist es eher umgekehrt: Da schlüpfen viele taffe Mädchen in Hosenrollen. Ihnen zur Seite stehen auch einige spielfreudige Darsteller. Immer am Rande des lustvollen Zusammenbruchs: der unglücklich verliebte Herzog Orsino (Berfin Arslan). Ihm muss die Liebe weh tun, sonst spürt er sie nicht. Wer ist jetzt da Männlein oder Weiblein? Die schiffbrüchige Viola (Rebecca Kania), deren liebenswürdige Verrücktheit berührt, und ihr Zwillingsbruder Sebastian (Lisa Römer) tragen nicht gerade zur Klärung dieser Frage bei.

An ihrer wechselnden, aussagekräftigen Garderobe erkennt man den Trauergrad der jung verwitweten Gräfin Olivia (Katharina Reimer). Ihrem Charme verfällt die Männerwelt. Ihr smarter und pedantischer Haushofmeister Malvolio (Philipp Keuchel), dem übel mitgespielt wird, verliert vor Liebe fast den Kopf. Derweil trinkt sich Olivias Onkel Sir Toby Belch (Moritz von Fraunberg) mit nonchalanter Unbekümmertheit das Leben schön. Die resolute, wunderbar schwäbelnde Kammerzofe Maria (Sina Miller) bewahrt den ewigen Trinker mit roter Schnapsnase vor dem finalen Absturz.

Das abgedrehte Bühnengeschehen findet seine Ergänzung in rhythmisch flirrender Jazzmusik mit Samuel Pfanzelt (Querflöte/Saxofon), Marc Hinrichsmeyer (E-Gitarre) und Quirin Vogel (Klavier). Mit improvisierter Klaviermusik zu Shakespeare-Texten und einem für die Inszenierung extra vertonten Lied wird das Geschehen melodramatisch aufgeladen. Eine Glanzrolle hat hier Laura Geßler als singender Hofnarr.

Weitere Darsteller: Anna-Maria Stimmer, Lena Pointner, Alina Haase, Nelda Preller, Randolph Goldmann, Tabea Bitterlich, Antonia Fleischer, Lucia Schwarz und Maria Schreiber. „Was ihr wollt“ ist das Stück überschrieben. Doch handeln die Figuren tatsächlich aus freiem Willen? Sie bleiben jedenfalls im Liebestaumel beständig in Bewegung. 

Weitere Aufführungen sind am heutigen Samstag sowie am Montag und Dienstag, 19./20. März, jeweils um 19.30 Uhr. (Vroni Vogel)

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