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Wieder auf dem Podium: Oliver Zeidler (r.) holte Bronze hinter seinem Teamkameraden Tim Ole Naske (l.) und Sieger Robert Manson aus Neuseeland. 

Ruder-Weltcup in Linz

Oliver Zeidler wiederholt den Belgrad-Coup

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Schwaig - Oliver Zeidler ist der nächste Coup gelungen. Der 21-jährige Schwaiger hat auch beim Ruder-Weltcup in Linz den Sprung aufs Stockerl geschafft. Ob er bei der Weltmeisterschaft an den Start gehen kann, ist dennoch fraglich. Das wird sich beim Weltcup in Luzern entscheiden.

von Wolfgang Krzizok

Linz/Schwaig– Mit Platz drei im ersten Weltcup-Rennen seiner Laufbahn in Belgrad hatte der 21-jährige Oliver Zeidler für Aufsehen gesorgt. Jetzt, beim zweiten Weltcup im österreichischen Linz, ist dem Schwaiger das gleiche Kunststück noch einmal gelungen. In Belgrad musste er sich nur dem tschechischen Weltmeister Ondrej Synek und dem Schweizer Roman Röösli geschlagen geben, die in Österreich nicht am Start waren. Diesmal kamen der Weltjahresbeste Robert Manson aus Neuseeland und der Deutsche Meister Tim Ole Naske vor Zeidler ins Ziel.

Im Viertel- und Halbfinale war der Schwaiger jeweils Zweiter, „und da hat man schon gesehen, dass einige in einer anderen Liga rudern“, erzählt der 21-Jährige, „denn die Rückstände waren schon gewaltig“. Dann stand das Finale auf dem Programm. „Da wollte ich mich so gut wie möglich präsentieren“, sagt Zeidler, der dann aber den Start „total verschlafen“ hatte. Und so zog Teamkollege Naske erst einmal auf und davon, hatte schnell eineinhalb Bootslängen Vorsprung auf den Schwaiger. „Ich musste Tim Ole jagen und habe auf den ersten 500 Metern zu viel investiert – ärgerlicherweise“, analysiert Zeidler.

Bis zur 1000-Meter-Marke lag er auf Rang zwei, einige hundert Meter später zog Manson an ihm vorbei. „Der Endspurt vom Robert war der Wahnsinn“, sagte Zeidler anerkennend. Auch Naske konnte dem Angriff des Neuseeländers nicht standhalten und wurde mit rund eineinhalb Sekunden Rückstand Zweiter. Eine weitere Sekunde später kam Zeidler ins Ziel, der auf Rang vier mehr als vier Sekunden Vorsprung hatte. Wieder stand der 21-Jährige auf dem Podium, wieder war es Bronze.

Der nächste Weltcup steigt nächstes Wochenende in Luzern. Dort fällt dann auch die Entscheidung, wer im Einer bei der Weltmeisterschaft im September im bulgarischen Plovdiv für Deutschland starten darf. „Jedes Land darf nur ein Boot melden“, erzählt Zeidler. Die Entscheidung wird zwischen ihm und dem gleichaltrigen Naske fallen, der in Belgrad nicht am Start war. Was dem Schwaiger Hoffnung gibt: „Bei der deutschen Meisterschaft war Tim Ole noch acht Sekunden schneller als ich, diesmal war es nur noch eine Sekunde.“

Auf Luzern bereitet sich Zeidler derzeit im Ruder-Leistungszentrum in Oberschleißheim vor. Zusammen übrigens mit der neuseeländischen Nationalmannschaft um Linz-Sieger Manson, der die Weltbestzeit über 2000 Meter hält. „Es ist cool, wenn man einen so starken Trainingspartner hat“, schwärmt Zeidler, dessen Ziel es ist, sich nächste Woche in Luzern wieder möglichst weit vorne zu platzieren. Entscheidend ist dabei aber, dass er vor seinem Teamkameraden Naske ins Ziel kommt, denn Zeidler weiß: „Wenn er schneller ist als ich, bin ich raus.“

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