Action pur garantieren die zahlreichen Sommerrutschen im Außenbereich.
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Die Therme Erding ist einer der Besucher-Magneten im Landkreis Erding. Doch die Tourismusbranche hat in der Pandemie stark gelitten. Hier will die CSU im Kreistag gegensteuern (Symbolbild).

Kreistags-CSU beantragt ganzheitliche und nachhaltige Tourismusstrategie

Online-Marketing soll Tourismus stärken

  • Veronika Macht
    VonVeronika Macht
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Der Tourismus in der Region Erding wurde vom Einbruch durch die Pandemie stark getroffen. Die CSU-Kreistagsfraktion will hier gegensteuern: Sie beantragt eine ganzheitliche und nachhaltige Tourismusstrategie.

Erding – Therme, Messe, Flughafen – Erding hatte bei den Gästezahlen im Großraum München jahrelang die Nase vorn. Kein anderer Landkreis legte derart große Wachstumsraten hin. Umso stärker traf die Region der Einbruch in dieser Branche durch die Pandemie. Die CSU-Kreistagsfraktion will hier gegensteuern: Sie beantragt, dass die Landkreisverwaltung „eine ganzheitliche und nachhaltige Tourismusstrategie“ erarbeiten solle.

Der Landkreis hat sich zum Touristen-Magnet gemausert. Das zeigen auch die Übernachtungszahlen, die seit 2002 kontinuierlich nach oben gehen. 2019 etwa hat man knapp 1,4 Millionen Übernachtungen gezählt. Voriges Jahr wurde ein Rückgang um 53,2 Prozent verzeichnet – es waren im Pandemie-Jahr 2020 gerade einmal 654 000 Übernachtungen. „Damit erleidet der Landkreis den größten Einbruch im Münchner Umland“, hatte Landratsamtssprecherin Nicole Tietze im März erklärt.

CSU-Fraktion: „Tourismus in unserer Region muss zielgerichtet gefördert werden“

Hier setzt ein Antrag der CSU-Fraktion im Kreistag an, den Fraktionsvorsitzender Thomas Bauer in der Jahrespressekonferenz seiner Partei vorstellte. „Vor Ausbruch der Corona-Pandemie war der Landkreis Erding ein beliebtes touristisches Ziel und der Tourismus ein zunehmender Wirtschaftsfaktor“, heißt es darin. Durch die Pandemie sei die Tourismuswirtschaft besonders hart getroffen worden: Beherbergungsbetriebe, Gastronomie und Freizeiteinrichtungen waren weitestgehend geschlossen.

„Um eine nachhaltige touristische Entwicklung des Landkreises mit steigender Attraktivität nach der Pandemie fortzuführen, soll der Tourismus in unserer Region zielgerichtet gefördert werden“, beantragt die Fraktion. Dafür soll ein gemeinsamer Auftritt für alle Partner eingerichtet werden. Ein Fokus sollte auf der Zentralisierung und Professionalisierung des Online-Marketings liegen.

Im Auftritt des Landkreises – digital wie analog – solle „der Facettenreichtum unserer Region von Wander- über Radwege, kulinarischen Besonderheiten bis hin zu einmaligen Freizeiteinrichtungen dargestellt werden“, so Bauer. Auch die Regionalmarke „echt erding“ könne mit beworben werden. Zudem solle auf eine Initiative der Landesregierung hingewiesen werden, vermehrt Wohnmobilstellplätze auf Bauernhöfen anzubieten.

Forderung: Region muss für Außenstehende attraktiver werden

„Um eine breite Basis zu erreichen, sollen bereits bestehende Strukturen wie die Tourismusregion Erding, der Hotel- und Gaststättenverband und die Gemeinden mit einbezogen werden“, heißt es weiter in dem Antrag. Eine Beurteilung des Status Quo und das Aufzeigen der Entwicklungsmöglichkeiten, auch zur Unterstützung von Nachwuchskräften im Tourismus, könnten im Rahmen eines studentischen Projekts erfolgen, schlägt die CSU vor.

„Der Tourismus hat in der Pandemie deutlich gelitten“, sagte Bauer in der Pressekonferenz und ergänzte: „Es braucht eine bessere Koordinierung, um die verschiedenen Maßnahmen zusammenzuführen.“ Die Region müsse für Außenstehende attraktiver werden. Es gehe um die Stärkung eines Wirtschaftszweigs, der deutlich zugelegt habe.

„Wenn uns doch eine vierte Welle und wieder ein Lockdown erreichen sollten, müssen wir als Landkreis versuchen, diesen Bereich nicht nur wiederzubeleben, sondern auch auszubauen“, so Bauer. Dazu gehöre das Radwegekonzept, das der Kreistag im April ebenfalls auf CSU-Antrag beschlossen hat.

vam

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