Attacke auf Passanten in Hamburg: Ein Toter, mehrere Verletzte

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Hunde lieben Wasser. Dennoch sind die Badeseen im Landkreis im Sommer für Vierbeiner tabu. Tierfreunde wollen das Verbot nun zu Fall bringen.

Online-Petition

Unterschriften gegen Badeverbot für Hunde

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Die Badeseen im Landkreis sind angesichts der Hitze derzeit heiß begehrt. Abkühlen dürfen sich aber nur Menschen. Hunde müssen draußen bleiben. Dagegen regt sich nun Protest.

Erding - „Hundstage“ nennt der Volksmund die heiße Zeit zwischen Juli und August. Die Hitzeperiode 2017 treibt vielen Hundehaltern auch deswegen die Schweißperlen auf die Stirn, weil sie ihre Tiere an den Weihern im Landkreis nicht ins kühle Nass lassen dürfen. Aus hygienischen Gründen haben die Tiere in der Regel weder auf den Liegewiesen noch im Wasser etwas zu suchen. Diese Regelung wollen einige Halter kippen. Sie haben eine Online-Petition gestartet. Bis zum gestrigen Sonntag unterschrieben 220 Personen.

Im Fokus steht vor allem der Kronthaler Weiher. „Dieser wurde für viel Geld erneuert und erweitert. Wir wollen, dass auch die Hunde in den Genuss des kühlen Wassers kommen“, sagt Lisa-Marie Jähnichen im Gespräch mit unserer Zeitung. Neben Denise Gruber ist die Eittingerin eine der Initiatorinnen der Petition im Internet, für die in Facebook-Gruppen eifrig die Werbetrommel gerührt wird.

Allgemein ist Jähnichen der Auffassung, „dass Tiere ebenso empfinden wie Menschen. Auch sie leiden unter der Hitze, dürfen sich in den Seen aber nicht abkühlen.“ Das Argument mangelnder Hygiene und Gesundheitsgefährdung für Menschen will die Tierfreundin nicht gelten lassen. „Es ist ja nicht so, dass die Hunde ins Wasser gehen, um ihr Geschäft zu verrichten. Das machen sie an Land, und ich erwarte von jedem Halter, dass er die Hinterlassenschaften danach wegräumt.“ Sie verweist zudem auf Wasservögel, die Gewässer belasten. Nicht zuletzt würden auch viele Badgäste einfach ins Wasser bieseln, anstatt eine Toilette aufzusuchen.

Hinzu kommt für Jähnichen, „dass Wasser das ideale Element für ältere Tiere ist, um sich schonend zu bewegen.“ Nicht zuletzt seien viele Vierbeiner wie Familienmitglieder. „Deswegen wollen wir ab und zu auch gemeinsam schwimmen gehen.“

In erster Linie geht es den Petenten um den Kronthaler Weiher. „Den haben auch wir Hundehalter mit unseren Steuern mitbezahlt“, so Jähnichen. Sie will keinen Konflikt: „Warum ist es nicht möglich, neben dem FKK-Bereich im Westen des Sees einen kleinen Hundestrand einzurichten, gerne auch auf unsere Kosten eingezäunt?“ Im Rathaus habe sie bisher kein Gehör gefunden. Deswegen sammeln sie nun Unterschriften. Sie dienen aber auch dazu, an andere Ufern das Verbot aufzuweichen.

Karin Fuchs-Weber, Leiterin des Büros Landrat, erklärt, das Badeverbot gelte in der Regel während der Sommermonate – aus Gründen der Hygiene. „Grundsätzlich ist das Sache der Eigentümer der Gewässer.“ Deshalb sei auch nicht per se die Kreisverwaltung dafür zuständig. Sie überprüfe lediglich die Wasserqualität.

Die Online-Petition läuft noch bis 3. September auf der Seite www.openpetition.de.

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