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Gro ßartige Leistung: Die junge Oboistin Pauline Mayrhofer (stehend, l.) spielte mit dem Fraunberger Orchester Mozarts Oboenkonzert in C-Dur.

Orchester Fraunbgerg

Eine packende Hommage an die Oboe

Das Orchester Fraunberg begeisterte an zwei Konzertabenden das Publikum. Glanzpunkte setzten die Solisten.

Erding – Die junge Solistin Pauline Mayrhofer, die gemeinsam mit dem Fraunberger Orchester das Konzert in C-Dur für Oboe und Orchester von Wolfgang Amadeus Mozart in der Kreismusikschule interpretierte, begeisterte mit ihrer Darbietung.

Der Komponist hatte sein Werk dem Mannheimer Oboisten Friedrich Ramm gewidmet und darin viele Klangmöglichkeiten des heutzutage eher selten gespielten Holzblasinstruments ausgelotet. Die junge Oboistin gestaltete die vielen Solo-Passagen des virtuosen und äußerst anspruchsvollen Werks mit lebendiger Ausdruckskraft, einem schön singenden Ton und guter Technik. Man fieberte mit der jungen Musikerin mit, die fein abgestimmt mit dem Orchester spielte, und konnte dabei erahnen, wie viel körperliche Kraftanstrengung das komplexe Mozart-Konzert der Solistin abverlangte. Schließlich gehört die Oboe zu den Blasinstrumenten, deren Beherrschung besonders hohe Anforderungen an die Atemtechnik stellt, da ein großer Druck aufgebaut werden muss, um reine Töne zu erzeugen. Mayrhofer glückte die Kunst, einen musikalischen Atem zu erzeugen, der den Zauber dieses Werks erstrahlen ließ. Sichtlich glücklich, aber auch erschöpft nach ihrer großen Leistung nahm die Solistin den begeisterten Applaus des Publikums entgegen.

Ein weiteres großes Werk war Joseph Haydns Symphonie Nr. 104. Hier galt es, über die vier Sätze mit unterschiedlichen Tempi und Klangschattierungen den großen Bogen zu spannen, ihn zu halten und gegensätzliche Elemente zu einer Einheit zu verschmelzen, ohne die jeweiligen Eigenheiten der Sätze zu verwaschen – eine respektable Herausforderung für das Fraunberger Orchester.

Diese Symphonie war die letzte, die der Komponist der Wiener Klassik schrieb. Sie gilt als Krönung seines sinfonischen Schaffens.

Die künstlerische Leiterin Ute Auf dem Hövel lud mit ihrem temperamentvollen Dirigat den gesamten Klangkörper energetisch auf und sorgte zugleich für souveränen Überblick – sie war ein Fels in der Brandung, den die Töne umtosten. Das galt umso mehr für die spannungsgeladene, emotionale und dramatische Schwanensee-Suite von Peter Iljitsch Tschaikowsky. Musikalische Glanzpunkte setzten hier drei herausragende Solisten: Cellist Helmut Veihelmann, Violinistin Charlotte Seßler und Harfenistin Miriam Graf. Das bilder- und temporeiche Musikmärchen entfaltete eine klangliche Sogwirkung, der man sich nur allzu gerne überließ.

Und zum Schluss gab es noch eine charmante Zugabe: der schwungvolle Ungarische Tanz Nr. 5 von Johannes Brahms, der bestens dazu geeignet war, gut gelaunt aus dem Konzertsaal zu schweben, um in die laue Nacht hineinzutanzen. Vroni Vogel

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