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Pausenlos im Einsatz waren die Feuerwehren, hier die aus Altenerding, wegen des Orkans Friederike.

Orkan Friederike

Feuerwehren rücken zu 30 Einsätzen aus

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Seine Böen waren zum Teil stärker als die des verheerenden Orkans Kyrill vor genau zehn Jahren: Sturm Friederike hat am Donnerstag fast allen Feuerwehren im Landkreis Einsätze beschert. Einige Fahrzeuge wurden beschädigt.

Landkreis - Etwa 200 Anrufe gingen ab Donnerstagnachmittag bei der Integrierten Leitstelle Erding ein. Sie koordinierte rund 30 Unwettereinsätze im Landkreis Erding. Dies berichtet Landratsamtssprecherin Claudia Fiebrandt-Kirmeyer auf Anfrage unserer Zeitung. Zeitweise im Minutentakt mussten blockierte Fahrbahnen geräumt werden. Die Feuerwehren wurden aber auch angefordert, um größere Äste abzuschneiden, die auf Straßen, Gehwege und Häuser zu fallen drohten.

Dennoch kam es zu beträchtlichen Schäden. Anton Altmann, Chef der Erdinger Polizei, berichtet, dass gegen 13.20 Uhr auf der Staatsstraße 2331 Altenerding–Hörlkofen der Anhänger eines Cadillacs von einer heftigen Böe auf die Gegenfahrbahn gedrückt wurde. Dort erfasste ihn ein Opel Vectra. In der Folge kam der Wagen von der Fahrbahn ab und landete im Acker. Verletzt wurde niemand, den Sachschaden beziffert die Polizei mit mindestens 11 000 Euro. Für die Bergung der Fahrzeuge musste die Staatsstraße zeitweise komplett gesperrt werden.

Ebenfalls Probleme mit dem Sturm hatte der Fahrer eines Anhänger-Gespanns gegen 15.30 Uhr auf der Staatsstraße 2082 zwischen Langenpreising und Moosburg. Der Anhänger kippte um, der Kia Sorento prallte in die Leitplanke. Auch in diesem Fall kam der Fahrer mit dem Schrecken davon. Der Schaden beläuft sich auf etwa 10 000 Euro.

Gegen 21 Uhr bemerkte der Fahrer eines Renault Megane, der auf der Staatsstraße 2080 zwischen Aufhausen und St. Kolomann unterwegs war, zu spät, dass vor ihm ein Baum umgedrückt worden war. Er lag quer zur Fahrbahn. Der Fahrer konnte nicht mehr rechtzeitig zum Stehen kommen und prallte gegen den Stamm. Dabei entstand ein Schaden von rund 3000 Euro.

In Niederlern trafen Teile eines Baums einen VW Golf. Dessen Fahrer hatte seinen Wagen an der Sempt abgestellt, um neben der Kreisstraße ED 24 seinen Hund Gassi zu führen. Teile des Baums knallten auf die Motorhaube – Schaden: zirka 500 Euro.

Ähnlich erging es einem Freisinger, der auf der A 92 München–Deggendorf unterwegs war und auf dem Parkplatz Isarau angehalten hatte. In diesem Moment fiel ein Baum mitsamt Wurzelteller um. Eine Mülltonne fing nach Angaben von Thomas Jungmann von der Verkehrspolizei Freising die Wucht des Aufpralls ab. Dennoch wurde das Fahrzeug beschädigt. Die Autobahnmeisterei befreite den Pkw aus dem Holz. Der Fahrer konnte seine Reise unverletzt fortsetzen – allerdings mit 1000 Euro Sachschaden.

Darüber hinaus mussten Polizei und Autobahnmeisterei immer wieder ausrücken, um lose Teile, ungesicherte Ladung und abgerissene Planen einzusammeln.

Den Wind unterschätzt hatten zudem zwei Autofahrer in Erding und Oberding. Ihnen wurden beim Ein- beziehungsweise Aussteigen die Türen aus der Hand gerissen. Sie beschädigten daneben abgestellte Fahrzeuge.

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