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Die Erdinger Nordumfahrung ist eines der großen Straßenbauprojekte im Landkreis Erding.

Ortsumfahrungen im Landkreis

Straßenbau: Klagen vermeiden, Streit außergerichtlich klären

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Im Landkreis stehen drei große Straßenbauprojekte in den Startlöchern. Eine Übersicht: 

Landkreis - Es handelt sich um B 388-Umfahrung von Taufkirchen, die Erdinger Nordumgehung und der Ausbau der Flughafentangente. Danach sollen Moosinning/Eichenried, Erding und Grünbach ihre B 388-Umgehungsstraßen bekommen. Die Planungsstände stellte Dr. Robert Braun vom Straßenbauamt München vor.

Am weitesten gediehen ist nach seinen Angaben die Umfahrung Taufkirchen, 5,4 Kilometer lang im Norden am Ort vorbei. Braun berichtete, dass vier Kläger gegen den Planfeststellungsbeschluss von 2015 vorgegangen seien. „Unser Ziel ist eine außergerichtliche Einigung.“ Danach solle so schnell wie möglich mit dem Bau begonnen werden. 30 Millionen Euro sind veranschlagt.

Als das „größte Vorhaben, das unsere Behörde derzeit beschäftigt“, nannte Braun die Erdinger Nordumfahrung, die auf neun Kilometern Länge bei Unterstrogn (Bockhorn) beginnt und zwischen Kreisstadt und Airport auf die Flughafentangente einschleift. Das Genehmigungsverfahren läuft laut Braun seit September 2014. 1700 Bürger hätten knapp 5000 Einwendungen eingereicht. „Hier gibt es viele dicke Bretter zu bohren. Wir haben noch einiges zu tun“, so der für den Landkreis Erding zuständige Straßenbauer. Wann im Zuge des Planfeststellungsverfahrens der gesetzlich vorgeschriebene Erörterungstermin stattfindet, konnte er nicht sagen. Alleine der Bau dürfte mindestens 40 Millionen Euro kosten. Aktuell läuft der Grunderwerb.

Ein Dauerbrenner ist in der Behörde die Flughafentangente. In vier Abschnitten soll sie bekanntlich drei- beziehungsweise vierspurig ausgebaut werden. Braun teilte mit, dass die dreistreifige Ertüchtigung zwischen Erding-Nord und -Süd am weitesten gediehen sei. Er rechne mit dem Planfeststellungsbeschluss noch vor den Sommerferien und sei optimistisch, dass der nicht beklagt werde. Bestenfalls könne 2019/2020 mit dem Ausbau begonnen werden.

Planerisch auch schon recht weit ist der vierspurige Ausbau zwischen Erding-Nord und der Erdinger Allee. Auch hier läuft nach Angaben Brauns das Genehmigungsverfahren. Im Herbst könnte es einen Erörterungstermin geben. Er verwies auf den Zusammenhang mit dem S-Bahn-Ringschluss, die sich in diesem Bereich kreuzten.

Mit der Planung der vierstreifigen Aufweitung zwischen Flughafen und A 92 hat die Behörde noch nicht beginnen, für die drei Spuren zwischen Erding-Süd und Neufinsing stehen die Planungen noch ganz am Anfang.

As künftige Großprojekte nannte Braun die B 388-Umfahrungen, die sich auf Erdinger Flur alle im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans befänden. Es handle sich um die Hauptschlagader des Verkehrs Richtung München „Wir wollen sie in der Reihenfolge Moosinning, Erding und Grünbach anpacken“, so Braun. 2019 könnte die Planung für Moosinning/Eichenried anlaufen.

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