Osterkerzen und die brennenden Holzscheite erhellten den Friedhof von St. Paul am Samstagabend zur ökumenischen Lichtfeier. Die Geistlichen Matthias Eifrig, Martin Garmaier und Henning von Aschen (v. r.) hatten dazu eingeladen. 
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Gedenken im Lichterschein: Nur die Osterkerzen und die brenne nden Holzscheite erhellten den Friedhof von St. Paul am Samstagabend zur ökumenischen Lichtfeier. Die Geistlichen Matthias Eifrig, Martin Garmaier und Henning von Aschen (v. r.) hatten dazu eingeladen. 

Ökumenische Feier in St. Paul

Osterfeuer in Erding: Ein Licht, das Hoffnung schenkt

Ein besonderes Osterfeuer gab es in der Corona-Krise in Erding: Es wurde am Samstagabend in einer ökumenischen Lichtfeier im Friedhof St. Paul entzündet. 

ErdingEin besonderes Osterfeuer gab es angesichts der Corona-Krise in Erding: Es wurde am Samstagabend in einer ökumenischen Lichtfeier vor der Aussegnungshalle im Gottesacker St. Paul entzündet. Ort und Zeitpunkt waren nicht veröffentlicht worden. „Es wurde ähnlich wie bei Beerdigungen nur eine auf 15 Personen begrenzte Feier genehmigt“, erklärte Stadtpfarrer Martin Garmaier die Situation.

Er eröffnete die Feier gemeinsam mit Pfarrer Henning von Aschen von der Evangelischen Kirchengemeinde und Priester Matthias Eifrig von der Neuapostolischen Kirche Erding. Sie erinnerten daran, dass „in dieser Nacht die ganze christliche Welt auf das Licht wartet, das Hoffnung schenkt“. Konfessionsübergreifend stünden die drei Kirchen Seite an Seite, zusammen mit den Gläubigen, die an der Feier nur durch die Videoaufnahmen teilhaben könnten.

Die spirituelle Stimmung übertrug sich auf die wenigen Anwesenden, darunter Oberbürgermeister Max Gotz und Landrat Martin Bayerstorfer, die sich zwischen den Gräbern in St. Paul verteilten. Gesegnet wurden neben dem Osterfeuer auch die schön geschmückten Osterkerzen der drei Kirchengemeinden. „Möge dieses Licht den Menschen aufleuchten in der Dunkelheit des Lebens“, wünschte Garmaier, bevor die Kerzen einzeln entzündet wurden.

„Christ ist erstanden“, sang das kleine Grüppchen auf dem dunklen Friedhof, „Christ will unser Trost sein“. Auch das gemeinsame Vaterunser wirkte besonders eindringlich angesichts der ungewohnten Szenerie. Den Segen Gottes, der mit den Osterkerzen unter dem Geläut der Gottesacker-Kirche hinausgetragen wurde in die Häuser, Pfarrgemeinden und Kirchen, empfingen nicht nur die Anwesenden, sondern alle Gläubigen, die die Übertragung am Ostersonntag auf der Homepage ihrer Pfarrei verfolgen konnten. Mit den Worten „Christus das Licht – Dank sei Gott“ brachten die Kerzenträger die Osterkerzen in die Stadtpfarrkirche St. Johannes, die Neuapostolische Kirche, die Pfarrkirche St. Martin Langengeisling, die Christuskirche Erding, die Erlöserkirche Klettham und die Auferstehungskirche in Altenerding. Die Ökumenische Lichtfeier ist zu sehen im Internet auf www.pv-erding-langengeisling.de, www.ev-kirche-erding.de und www.nak-muenchen.de/erding.

(GERDA GEBEL)

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