Zehn geführte Routen durch und um Erding herum hat das Stadtmarketing mit viel ehrenamtlicher Unterstützung entwickelt. Zu jeder gibt es ein Faltblatt.

Wanderwege und Themenspaziergänge in und um Erding 

Ostern an der frischen Luft: In Erding kein Problem

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Der Winter hat seinen Klammergriff endlich gelockert, die Temperaturen steigen. Die Osterfeiertage sind eine gute Gelegenheit für einen Spaziergang. Dazu muss man nicht weit fahren. Allein durch und um Erding herum führen zehn Routen. Nun gibt es zwei Neuerungen.

Von Hans Moritz

Erding – Auch wenn die Stadt Erding und ihr Umland kein klassisches Wander-Dorado sind, die Herzogstadt hat für die, die auf Schusters Rappen unterwegs sind, einiges zu bieten.

Das Stadtmarketing unter der Verantwortung von Günther Pech hat sich bereits 2015 auf das Engagement von Jutta Harrer und Walfried Seßler hin daran gemacht, die Wanderwege rund um die Stadt zusammenzutragen. Unterstützt wurde das Rathaus dabei von zahlreichen Ehrenamtlichen, die ihre ganz persönlichen Touren preisgaben und reichlich Informationen beisteuerten. Dies sind neben Seßler und Harrer deren Mann Reinhard sowie Nadine L‘Helguen, Lutz Bierl, Heidemarie Menzel, Anton Hirth, Richard Blanke und Katharina Hintermaier. Anregungen kamen unter anderem vom Alpenverein, dem Archäologischen Verein, Bund Naturschutz und Historischen Verein.

Eine Broschüre für jede Route

Pro Tour gibt es ein Faltblatt, das den Weg mit seinen Sehenwürdigkeiten beschreibt. Eine Karte gibt den Spaziergängern Orientierung. Weitere nützliche Informationen sind die Dauer, Anfahrt, Parkplätze und öffentliche Verkehrsmittel.

Aktuell gibt es sechs Wanderwege:

Zu den Quellen Erdings entführen Jutta und Reinhard Harrer. Auf 9,5 Kilometern erwandert man ab Bahnhof Aufhausen in knapp drei Stunden im Süden der Stadt den Lindenhain, die Itzlinger und die Ardeo-Quelle an der Therme sowie den städtischen Brunnen an der Wasserwerkkreuzung.

Ardinger Bergweg: Zugegeben, Erding ist nicht das Voralpenland. Ein paar Steigungen gibt es aber doch, und die stellen Hans Sterr und Alex Linke vom Alpenkranzl vor. Für die 15 Kilometer braucht man gut fünf Stunden. Ausgangspunkt ist der Grüne Markt. Von dort geht es über die Anhöhen, die die Stadt im Westen, Süden und Osten umgeben.

Durch die Geislinger Änger heißt die gut zehn Kilometer lange Runde von Richard Blanke. Vom Erdinger Schwimmbad geht es über Langengeisling und Altham am Kronthaler Weiher und Siglfing vorbei zurück zum Ausgangspunkt.

Die Eichenkofener Walking-Tour von Katharina Hintermaier spielt sich ebenfalls im Norden der Kreisstadt ab. Start und Ende ist der Wertstoffplatz in Eichenkofen. Von dort geht es über die Felder bis Langengeisling und am Stephanskreuz vorbei wieder zurück. Für die 7,2 Kilometer braucht man in etwa zwei Stunden.

Erdings Türme ist nicht etwa eine Anleitung zum Treppensteigen. Vielmehr nimmt Lutz Bierl die Wanderer auf 5,1 beziehungsweise 5,9 Kilometern Länge mit auf die Reise zu Aussichtspunkten, von denen Wasserturm, Schöner Turm und die Kirchen besonders imposant zu sehen sind. Der Weg verläuft im Osten der Stadt und aufs Fuchsbergerl hinauf.

Indorfer Runde: Walfried Seßler bietet eine 9,2 Kilometer lange und fast drei Stunden in Anspruch nehmende Wanderung von Altenerding südwärts bis Singlding, von dort nach Osten und Norden bis Indorf, ehe es zurück zum Start- und Zielpunkt an den Schulen an der Langen Feldstraße geht.

Hinzu kommen vier Themenspaziergänge durch den Stadtkern. Nadine L’Helguen begibt sich auf die Spuren der Erdinger Kunstmaler. Den bronzenen Wegmarken im Boden folgt die Route „Der Goldene Faden“, die Heike Kronseder, Heidemarie Menzel und Anton Hirth ausgearbeitet haben. Günther Pech stellt die Brunnen in der Altstadt vor. Und mit Seßler kann man sich auf die Erdinger Runde begeben, ein Spaziergang auf schattigen Wegen entlang Sempt und Fehlbach.

Übersichtskarteist schon im Druck

Pech freut sich, dass das Angebot in Kürze um einen fünften Themenspaziergang erweitert werden kann. Seßler hat eine Altenerdinger Runde zusammengestellt, bei der man den ältesten und größten Stadtteil der Kreisstadt näher kennen lernt. Besonders stolz sind Pech und Seßler, dass am Dienstag, 3. April, ein Faltblatt erscheint, dass alle Wanderungen und Spaziergänge bündelt. Auf zwei Karten sind sämtliche Routen eingezeichnet.

Das Projekt, Erding und seine Umgebung zu Fuß zu erkunden, kommt bei Einheimischen und Gästen gut an. Die einzelnen Faltblätter liegen laut Pech derzeit in der dritten Auflage aus. Das heißt: Pro Weg sind bald 1500 Broschüren im Umlauf.

Alle Wege sind mit Piktogrammen beschildert. Die Autoren haben ein Auge auf „ihre“ Routen. Gibt es etwas zu tun, rückt der Bauhof an.

Alle Broschüren

liegen kostenlos im Rathaus, in der Tourist Information am Schönen Turm, im Museum und in der Stadtbücherei auf. Als PDF-Format sind sie auf der Homepage der Stadt unter www.erding.de abrufbar.

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