Schiaßn Erding

Pächter geht Ende Februar

Erding - Seit Monaten liegen Verpächter und Pächter der Schiaßn in Erding im Clinch: Nun haben sie einen Vergleich geschlossen. Der Pächter zieht Ende Februar aus.

Zweieinhalb Stunden dauerte die Gerichtsverhandlung am Dienstagvormittag im Landgericht Landshut. Dann stand fest: Schiaßn-Pächter Matthias Stangier zieht zum 29. Februar aus dem Lokal am Volksfestplatz aus.

„Bis dahin bezahlt er auch alle Pachten“, sagt Matthias Vögele, Geschäftsführer der Fischer’s Wohltätigkeitsstiftung. Sie ist Eigentümerin und Verpächterin der Schiaßn und versucht schon seit Monaten, ihren Pächter loszuwerden. Die Stiftung hat laut Vögele noch offene Forderungen in Höhe von 27 000 Euro. Stangier wollte dagegen keine Summe nennen. Er sagte aber, „natürlich bekommt die Stiftung noch Geld von mir“.

Ein Knackpunkt ist die Ablöse des Inventars wie Küche, Schenken, Grillhütten, Musikanlage und Theken. Zwar habe die Stiftung die Sachen freigegeben, so der Wirt. Das mache aber wenig Sinn: „Es ist unsinnig, alles rauszureißen, und der neue Pächter muss alles wieder reinrichten“, sagt Stangier. Er habe einen Interessenten, der eine Ablöse zahlen würde, aber dieser finde nicht Vögeles Zustimmung. „Ich wäre schon seit Monaten draußen, aber Herr Vögele hat einen Privatkrieg angezettelt“, sagt Stangier.

Vögele erklärt, die Stiftung wolle die Küche nicht behalten, weil sie der neue Pächter, mit dem man in Verhandlung stehe, nicht brauche. Der benötige eine Vollküche. Wie es am Ende auch ausgeht: „Es bleibt nichts drin“, sagt Stangier. Vögele meint: „Ich bin froh, dass er rausgeht.“

Vorher wird aber erst nochmal gefeiert. Am Faschingssamstag steigt der große Faschingsball des SC Kirchasch und am 13. Februar findet eine Leer-Trink-Party statt, kündigte der Wirt an.  Gabi Zierz

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