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Eigens für das Jubiläum erbaut: Die Urweiss-Hüttn, in der das Jubiläum stattfindet.

125 Jahre Fischer’s Wohltätigkeitsstiftung

Party, Hoagarten und Frühschoppen

Erding – Auf 125 Jahre Geschichte kann die Fischer´s Wohltätigkeitsstiftung zurückblicken. An drei Tagen gibt es ein Jubiläumsprogramm.

Mit Biergarten, Hüttn-Party, Hoagarten und Frühschoppen wird das 125-jährige Jubiläum der Fischer’s Wohltätigkeitsstiftung am Donnerstag, 14. Juli, sowie am Samstag und Sonntag, 16. und 17. Juli, gefeiert. Los geht es am Donnerstag mit einem Biergarten ab 17 Uhr und einer Hüttn-Party ab 21 Uhr mit der Liveband Gsindl und DJ Rubi. Gsindl ist eine oberbayrische Rockband. Ihre Texte verfasst die Band auf Bairisch. Die Lieder sind größtenteils Eigenkompositionen. An diesem Abend steht auch noch eine große Verlosung auf dem Programm. Preise sind unter anderem ein Auto für ein Wochenende von Autohaus Maier und ein Jahr Stiftungsbräu Hell. Der Eintritt kostet 6,50 Euro.

Weiter geht es am Samstag, 16. Juli, mit einem Hoagarten ab 19 Uhr. Diesen gestalten die Künstler Weiberleit, Zwoa g’s’pann, Niederbayerischer Musikkantenstammtisch und Ardinger Dreig’sang. Beginn ist um 19 Uhr. Der Eintritt kostet 6,50 Euro. Der Sonntag, 17. Juli, startet mit einem Frühschoppen ab 11 Uhr. Es musizieren Weiß-Blau-Blech aus Moosinning. Der Eintritt ist frei. Alle Veranstaltungen finden in der Erdinger Urweisse-Hüttn statt, die eigens für die Feierlichkeiten in der Haager Straße 40 aufgebaut wurde.

Zur Geschichte der Stiftung: Im Jahr 1691 erhalten sechs Brauer das Recht, ihr Bier im städtischen Brauhaus zu sieden und auszuschenken. Bis hierher reichen auch die Wurzeln des Fischer’s Stiftungsbräu. Im Laufe des 18. Jahrhunderts entwickelt sich der Reschbräu, einer der ursprünglichen sechs, vom bierbrauenden Wirt zum Brauereibesitzer. Die Geschäfte laufen gut. 1838 kauft Joseph Fischer, Bierbrauer, Gaststättenbesitzer und Posthalter die Brauerei mitsamt dem dazugehörigen Wirtshaus: Aus dem Resch- wird der Postbräu, der Erfolg bleibt. Sohn Friedrich Fischer führt das Unternehmen seines Vaters ab 1856 fort. Privat hingegen erleiden er und seine Frau Katharina Schicksalsschläge: Ihre Kinder sterben, ein Nachfolger fehlt. Daher entschließt sich das Ehepaar, eine Stiftung zu gründen.

1891, ein Jahr nach dem Tod Friedrich Fischers, beginnt die Fischer’s Wohltätigkeitsstiftung ihre Arbeit. Ländereien und vor allem die erfolgreiche Brauerei der Familie Fischer bilden die Grundlage für die sozialen Werke. Unter dem neuen Namen „Fischer’s Stiftungsbräu“ liegt der Jahresausstoß anfangs bei 10 000 Hektolitern. Kontinuierliche Modernisierungen, ein neues Sudhaus 1930 oder die Erweiterung des Gärkellers 1963, sichern den Ertrag bis in die 80er Jahre. Dann fordern die Veränderungen auf dem deutschen Biermarkt ihren Tribut. Um jahrhundertealte Brautradition zu retten, übernimmt 1991 die Privatbrauerei Erdinger Weißbräu das Unternehmen.

Alexandra Anderka

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