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Auch Äpfel gibt es am Kiosk in der Mädchenrealschule.

Schulkioske

Pausenkost: Vollkorn kämpft gegen Süßes

Landkreis - Schoko-Riegel, Gummi-Bärchen und Limonaden, so sieht das Pausenverkauf-Sortiment in den meisten Schulen des Landkreises aus. Aber gibt es auch gesunde Alternativen? Werden sie angenommen?

Der Schulleiter der Erdinger Mädchenrealschule Heilig Blut, Josef Grundner, habe in der Vergangenheit bereits mehrmals etwas am Angebot seines Pausenstands zu ändern versucht, jedoch hätten die Schülerinnen die Umstellung schlecht angenommen. Belegte Vollkornsemmeln, vegetarische Ciabattas sowie Brötchen mit Salat und Frischkäse und auch Äpfel würden zwar gern gekauft, Süßwaren aber eben auch. Darum hat die Schulleitung zusammen mit der Projektleiterin von „Schule ohne Rassismus“, Karin Urland, ein Konzept mit Fair-Trade-Süßigkeiten ausgetüftelt, das sich momentan in der Test-Phase befindet. Der Pausenverkauf wird bald fair gehandelte Vollmilch-Schoko-Riegel, Waffeln und Orangensaft in seinem Sortiment aufnehmen. Ziel ist es, bis Oktober eine Fair-Trade Schule zu werden. In der Mittelschule am Lodererplatz in Erding hat Schulleiterin Petra Leubner das Süßwarenangebot weitgehend eingestellt. Lediglich Knoppers und Balisto stehen den Schülern zur Auswahl. In Punkto Getränken ist den Schülern nur Wasser während dem Unterricht erlaubt. Laut Leubner sorgt diese Regelung jedoch für keine Beschwerden: „Es ist den Schülern wichtig, auch außerhalb der Pausen trinken zu dürfen.“ Mittags werden ein vegetarisches Gericht sowie belegte Vollkorn-Semmeln angeboten. Die gesunden Gerichte würden von den Schülern positiv angenommen, „da die Schüler auch im Fach Soziales viel über gesunde Ernährung lernen und dieses Wissen gerne umsetzen“. Adolf Geier von der Marie-Pettenbeck-Schule in Wartenberg bietet seinen Schülern eine beschränkte Form des Süßigkeitenangebots an seiner Schule. Das sei sowohl mit den Eltern als auch den Schülern besprochen. Beide Seiten seien mit diesem Kompromiss einverstanden. „Unser Pausenverkauf steht unter einem gesunden Aspekt und wirft nicht zwangsweise Geld ab, es gilt Qualität vor Quantität.“ so Geier. Das Mensaangebot der Schule in Wartenberg ist abwechslungsreich und beinhaltet viel Obst und Gemüse sowie eine Salat-Theke. Ob die Schüler sich jedoch ungesunde Snacks kaufen, kann die Schule nicht direkt beeinflussen, da ein Discounter in der Nähe der Schule ist. Ein Süßigkeitenverbot wie im Dorfener Gymnasium ist am Erdinger Anne Frank-Gymnasium laut der stellvertretenden Schulleiterin Gudrun Abraham nicht vorgesehen. Der normale Kiosk bietet Obst und Gemüse an, ein Süßigkeitenautomat steht in der Pausenhalle. „In der Ganztagsschule essen schon einige auch Salat, aber nicht alle. Es komme vor allem auf die Unterstützung des Elternhauses an, ob Kinder Obst essen.“ so die stellvertretende Schulleiterin. „Am Korbinian-Aigner-Gymnasium haben wir eigentlich keine Süßigkeiten, außer einen Eisautomaten im Sommer“, berichtet Schulleiter Hans-Joachim Fuhrig. Im Pachtvertrag sei hier gesunde Ernährung vorgeschrieben. Die gesunden Produkte kommen unterschiedlich bei den Schülern an, es sei eine „mühsame Arbeit“. Die Kinder entscheiden laut Fuhrig durch ihr Kaufverhalten selbst über das Angebot des Kiosks: „Sie stimmen mit den Füßen ab.“ Auch in der FOS/BOS Erding ist kein Süßigkeitenverbot geplant. Von den Süßwaren werde am häufigsten Bueno gekauft, sagt Kantinenchefin Anna Tschirch. Neben einem Fleischgericht wird jeden Tag auch ein vegetarisches Gericht angeboten, das sich gut verkaufe. Auf intervallmäßig aushängenden Zetteln können die Schüler Essenswünsche äußern. Pommes und Schnitzel seien hier die Favoriten. In der Realschule in Taufkirchen gibt es schon länger keine große Auswahl an Gerichten mehr, sondern nur noch ein Angebot täglich, erklärt der Schulleiter Josef Hanslmaier. „Im Fach Hauswirtschaft oder auch bei den Projekttagen beschäftigen sich die Schüler mit gesunder Ernährung.“

sus/sh

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