Kühe durch Dosenschrott verendet
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Rinder im Stall - bei Anbindehaltung sieht Peta immer Tierquälerei.

Peta lehnt Anbindehaltung strikt ab

Tierschutzorganisation schlägt zurück

  • Hans Moritz
    VonHans Moritz
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Rinder, die sich in ihrem Stall nicht frei bewegen können, sind für die Tierschutzorganisation Peta in jedem Fall Tierquälerei. Das geht aus einer Reaktion des Vereins auf Äußerungen von Landrat Martin Bayerstorfer hervor.

Erding – Der hatte Peta scharf kritisiert, weil sie offensichtlich pauschal elf Höfe im Landkreis Erding wegen Tierschutzverstößen angezeigt hatte. Wie berichtet, ergab die Kontrolle durch das Erdinger Veterinäramt, dass zwei Betriebe gar keine Anbindehaltung betreiben und es bei den restlichen neun keinerlei Beanstandungen gab. Deswegen hatte sich Bayerstorfer gegen verdachtslose Kriminalisierung verwahrt.

Nun schlägt Peta zurück. „Es ist schockierend, dass Landrat Bayerstorfer offenbar der Ansicht ist, dass bestimmte Formen der Tierquälerei in Ordnung sind, solange es noch keine Gesetze gibt, die sie explizit verbieten. Nicht alles, was einmal gesetzlich erlaubt war oder derzeit noch ist, ist ethisch vertretbar“, heißt es in einer Mitteilung der in Stuttgart ansässigen Organisation.

In der „grausamen Anbindehaltung“ würden landwirtschaftliche Betriebe die „dort eingesperrten Rinder, das ganze Jahr lang oder über die langen Wintermonate hinweg an einer Stelle im Stall angebunden“ halten.

Die Tiere könnten sich dort nicht einmal umdrehen, sondern vegetierten auf meist kotverdreckten und viel zu harten Liegeflächen dahin. Auch die Bundestierärztekammer fordere seit Jahren ein Ende der Anbindehaltung.

Auch in der Landwirtschaft ist diese Form der Tierhaltung zunehmend umstritten. Immer mehr Landwirte stellen deshalb um.  ham

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