Genossen den Herbstfest-Besuch: Das Schauspieler-Ehepaar Petra Auer und Winfried Frey nahm in der Montgolfiere Platz und verschaffte sich so einen herrlichen Überblick über die Erdinger Wiesn.  

Petra Auer und Winfried Frey auf dem Herbstfest Erding

Von der Montgolfiere ins Teufelsrad

Viele kennen sie aus „Dahoam is dahoam“ und „München 7“: Das Schauspielerpaar Petra Auer und Winfried Frey besuchte das Erdinger Herbstfest. Und im Oktober sind die beiden live auf der Stadthallen-Bühne zu erleben.

Erding „Im Teufelsrad ist’s lustig“ heißt das Theaterstück, das am 22. Oktober in der Stadthalle Erding zu erleben ist. Zur Einstimmung auf den kulturellen Herbst hatte Stadthallen-Geschäftsführerin Jutta Kistner die Schauspieler Petra Auer und Winfried Frey aufs Herbstfest eingeladen. Erding kennen die beiden gut, lebt doch eine befreundete Familie hier.

Auer und Frey sind selbst Eltern von drei Kindern und Großeltern eines Enkels. Das Schauspieler-Ehepaar ist aus vielen Serien bekannt. So spielt Petra Auer die Apothekerin Hanna in „Dahoam is dahoam“. Winfried Frey mimt in „München 7“ Polizeihauptmeister Hans Kneidl und war Darsteller in einigen Soko-Folgen. Beide standen auch schon für „Die Rosenheim Cops“ vor der Kamera. Auf der Bühne glänzten sie in Peter Steiners Theaterstadl, im Chiemgauer Volkstheater und im Komödienstadel. Frey arbeitet auch als Autor und Regisseur. Seine ehrlichste Kritikerin ist Ehefrau Petra, die seine Texte als Erste lesen darf.

Auf dem Herbstfest erzählten die beiden von alten und neuen Projekten, insbesondere von der musikalischen Komödie „Im Teufelsrad ist’s lustig“, die im Schausteller-Milieu spielt. Das Stück spielt im Jahr 1910, anlässlich des 100. Wiesn-Jubiläums. Frey hat sich die Geschichte ausgedacht. Ihn interessieren historische Ereignisse sehr. Ludwig Auwald schrieb die Musik dazu. Mit im Boot ist auch der Lengdorfer Musik-Kabarettist Julian Wittmann als Musikant Paul.

Eine Herausforderung ist die Ausstattung, schließlich ist auf einer Kulisse ein Zelt gemalt. Es gibt auch einen Wohnwagen, in den die Zuschauer hineinschauen können. Für Kostüme und die entsprechenden Details ist Petra Auer zuständig. Die Marionetten hat sie beim Marionettentheater in München ausleihen können. Auch die Betreiber der Oid’n Wies’n haben viele Raritäten zum Stück beigetragen, um alles so authentisch wie möglich erscheinen zu lassen.

Einige Zitate im Theaterstück sind bewusst an die heutige Situation angepasst, der „eine oder andere wird sich darin erkennen“, kündigt Frey an. Es geht um Neid, Intrigen, Gefühle – und es gibt einige überraschende Wendungen. Auch eine Erdinger Figur kommt im Stück vor. Mehr will Frey nicht verraten: „Die Auflösung sehen und hören Sie im Stück.“ Das hat der heute 48-Jährige bereits 2007 geschrieben. Erst 2015 fand die Uraufführung im Theater Gut Nederling in München statt, zeitgleich zu seinem 30. Bühnenjubiläum. In Erding wird es als Dinner-Theater zu sehen sein. Ein Menü mit geschmorten Ochsenbackerln und Apfelstrudel kann bereits im Vorverkauf dazu gebucht werden.

Vor ihrem Gastspiel in Erding kann man Auer als Moderatorin auf der Oid’n Wies’n im Marionettentheater antreffen. Frey ist als Kabarettist mit seinem Programm „Endlich Frey“ auf Tournee.

Vielseitigkeit ist heutzutage als Schauspieler wichtig. Der Beruf sei schwieriger geworden, es habe sich viel verändert, sagt Frey. Es gibt keine Sicherheiten. Er selbst ist mit den großen bayerischen Volksschauspielern Maxl Graf, Beppo Brem, Toni Berger und Erni Singerl auf der Bühne gestanden – und er sieht die bayerische Lebensart und vor allem die Sprache wieder im Kommen. Das zeige sich auch in den hohen Einschaltquoten bei Heimatserien wie „Dahoam is dahoam“ oder „München 7“. „Die Menschen sind auf der Suche nach ihrer Identität, ihren Wurzeln“, sagt Frey.

Die Beliebtheit, aber auch den Charakter eines Schauspielers definierten die Zuschauer oft über eine aktuelle Rolle, weiß er. Von einem Bösewicht oder gar Mörder wolle niemand ein Autogramm haben. In Erding wurden die beiden von einigen Herbstfest-Besuchern erkannt und um Autogramme gebeten.

Die Vorstellung in der Stadthalle am 22. Oktober ist die letzte Möglichkeit, das Stück „Im Teufelsrad ist’s lustig“ zu sehen. Danach werden die Kulissen an Laienbühnen verkauft, denn das Einlagern braucht viel Platz und ist zu teuer.

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