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Freuen sich über die Veränderung in der Bücherei Klettham (v. l.) Helga Lemberger, Ingrid Müller-Heß, Eva Klatte und Vize-Bürgermeister Ludwig Kirmair.

Trägerwechsel

Pfarrbücherei Klettham wird zur Stadtteil-Bibliothek

Erding – Die Pfarrbücherei Klettham wird zur Stadtteilbücherei und ist damit der städtischen Bibliothek angegliedert. Die Leitung wird Eva Klatte übernehmen, ihr zur Seite steht Helga Lemberger, die seit Jahren ehrenamtlich in der Bücherei tätig ist. „Die Grundschulkinder begleitet man vier Jahre, die wachsen einem schon ans Herz“, sagt Lemberger beim Pressegespräch in der Kletthamer Bücherei.

Ingrid Müller Heß, Leiterin der Stadtbücherei, freut sich über die Unsterstützung Lembergers und einer anderen ehrenamtlichen Kollegin. „Das ist ganz wichtig für uns, sonst könnten wir die Öffnungszeiten nicht gewährleisten.“

Zum Wechsel war es gekommen, weil die Pfarrei die Bücherei nicht mehr weiterführen wollte. Das Budget war laut Ludwig Kirmair, Kulturreferent und Zweiter Bürgermeister der Stadt, zu klein, um ein ansprechendes Angebot bieten zu können.

Die Stadt habe sofort zugesagt. „Die Räumlichkeiten und das Personal sind da. Das hat sich wirklich angeboten“, so Kirmair. Andernfalls wäre die Bücherei, die seit 50 Jahren besteht, aufgelöst worden.

10 000 Euro Etat hat Müller-Heß die ersten beiden Jahre zur Verfügung, im dritten Jahr sind es noch 7500 Euro. Und sie hat schon kräftig investiert. 530 Bücher und andere Medien sind angeschafft worden. Somit stehen in der Stadtteilbücherei rund 2000 Medien bereit. Außerdem hat Müller-Heß den Fokus auf Kinder- und Jugendliteratur sowie Spiele und DVDs für diese Altersgruppe gelegt. Künftig stehen vermehrt Bilder- und Sachbücher für Kinder sowie Comic-Romane in den Regalen. „Die Kinder waren auch bislang die meisten Nutzer“, sagt Lemberger. Grundschule und Kindergarten sind nebenan.

Die Sach- und Reisebücher für Erwachsene wurden ganz aussortiert. „Die sind sehr teuer in der Anschaffung und müssen immer aktuell sein“, begründet Müller-Heß ihre Entscheidung. So liegt der Fokus für Erwachsene auf Romanen der Bestsellerliste. „Nur die werden gelesen“, weiß Müller-Heß, „ein oder zwei Jahre später sind die Bücher nicht mehr interessant“.

Die Stadtteilbücherei sei ein Experiment, das auf drei Jahre angelegt ist. „Dann sehen wir weiter“, sagt die Stadtbücherei-Chefin.

Offiziell eröffnet wird die Stadtteilbücherei Klettham am Samstag, 23. April, von 15.30 bis 18 Uhr. An diesem Tag der offenen Tür sind Aktionen wie Lesezeichen basteln und ein Bücher-Quiz geplant. Um 16 Uhr spielt Beate Welsch im Pfarrsaal Puppentheater für Kinder ab drei Jahren. Um 17 Uhr erzählt sie Geschichten für Erwachsene.

„Wir wünschen uns, dass alle Kletthamer kommen und sich die Bibliothek ansehen“, sagt Müller-Heß.  and

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