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Auf der Westseite des Pfarrstadls entsteht der Anbau. Er ist gut neun Meter lang und vier Meter breit.

Langengeislinger packen bei Ausbau und Sanierung gemeinsam an – Spenden notwendig

Werkeln für den Pfarrstadl

  • Gabi Zierz
    vonGabi Zierz
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Er ist ein wichtiges kirchliches und gesellschaftliches Zentrum von Langengeisling und ein beliebter Veranstaltungsort: der Pfarrstadl. 1979 wurde er eingeweiht. Nach 42 Jahren wird er jetzt renoviert und mit einem Anbau an der Westseite vergrößert.

Langengeisling Da sind fleißige Hände gefragt und Spenden dringend erwünscht, denn die Pfarrei St. Martin muss die Kosten weitgehend allein stemmen.

Chor, Landjugend, Eltern-Kind-Gruppen, Kommunionkinder und Firmlinge, Burschenverein, Kartler, Senioren, KAB: Viele Langengeislinger, aber auch Erdinger nutzen den Pfarrstadl an der Pfarrer-Kerer-Straße gegenüber der Grundschule seit vielen Jahren. Dort finden die Pfarrfeste und -versammlungen statt, dort werden Geburtstage gefeiert.

Bald wird mehr Platz sein. 9,20 Meter lang und 4,10 Meter breit ist der Anbau, der im Rohbau bereits steht. Seit Mitte April arbeiten Ehrenamtliche und beauftragte Firmen Hand in Hans. Bauleiter und Planer ist Ingenieur Martin Neumaier, praktischerweise auch Pfarrgemeinderatsvorsitzender von St. Martin. Los ging es mit den Abbrucharbeiten. Dann mussten der 10 000 Liter-Öltank im Boden ausgebaut und der alte Dachstuhl mit Holzbalken abgestützt werden. Für sie brauchte es Fundamente. Da wurde schweres Gerät aufgefahren.

Neumaier rechnet mit Baukosten von mindestens 200 000 Euro – ohne Nebenkosten und ohne Einrichtung. Das Vorhaben sei in zwei Bauabschnitte aufgeteilt: einmal der barrierefreie Ausbau mit Behinderten-WC und einmal der Anbau. Das Damen-WC werde nach hinten verlegt, wo bisher das Lager war, die Küche vergrößert. Sie werde künftig auch vom Stadl aus zugänglich sein, nicht – wie bisher – nur vom Pfarrheim aus. So ändert sich einiges im Inneren. „Die Fläche, auf der man auch im Winter mal was machen kann, hat sich nahezu verdoppelt, von 38 auf 75 Quadratmeter“, sagt Neumaier.

Auf dem Grundstück stand ursprünglich eine Scheune mit Kuhstall, die Pfarrer Franz Zimmermann im Jahre 1894 hatte errichten lassen – für 5200 Mark. Dies geht aus der Kirchenchronik hervor. 1976 nahmen Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung das Projekt Pfarrheim in Angriff und beschlossen, den Kuhstall auszubauen. Denn bei einem Neubau hätte man beim Ordinariat mit einer langen Wartezeit rechnen müssen. So wurde der Pfarrstadl 1979 nach dreijähriger Bauzeit eingeweiht. Kosten: rund 430 000 Mark.

Schon damals haben die Geislinger angepackt und viel in Eigenleistung gemacht. Darauf setzt die Pfarrei auch jetzt. Denn die Kosten für die Sanierung und Erweiterung muss sie weitgehend allein tragen. Allerdings kann sie auf einen finanziellen Grundstock aus der Instandhaltungspauschale bauen, die sie vom Ordinariat erhält. Dazu kommen zwei 5000-Euro-Zuschüsse der Stadt, wie Margit Fasching, Verwaltungsleiterin des Pfarrverbandes Erding-Langengeisling erklärt.

Die Ehrenamtlichen arbeiten immer samstags. Auch die Mitglieder der Kirchenverwaltung packen an. Sie sind schon mal mit der ganzen Familie vor Ort. Bei allem Einsatz seien auch Geldspenden notwendig, betont Fasching, denn die Küche will eingerichtet, Möbel, Lampen und Garderobe bezahlt werden. Jeder Euro zählt also. Und als Anerkennung ist für Spender höherer Geldbeträge plant die Pfarrei eine besondere Form der Würdigung.

„Wir wollen es für den gesamten Pfarrverband schaffen, auch für die Erdinger“, betont Neumaier. Wenn alles nach Plan läuft, soll der neue Pfarrstadl Ende des Jahres fertig sein.

Spenden

Wer die Katholische Kirchenstiftung St. Martin in Langengeisling beim Ausbau und der Renovierung des Pfarrstadls unterstützen will, kann dies tun mit einer Spende auf das Konto bei der Raiffeisenbank Erding, IBAN: DE54 7016 9356 0200 4008 31, Kennwort: Pfarrstadl. Spendenquittungen können bei Bedarf ausgestellt werden.

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