Der CSA-Vorstand (v. l.): Beisitzerin Elisabeth Lechner, 2. Vorsitzender Rudolf Mandausch, Bundestagsabgeordneter Andreas Lenz, Vorsitzender Christoph Kober, 2. Vorsitzender Arnold Kronseder, Beisitzer Michael Stock (neu). Nicht auf dem Bild: Schatzmeisterin Claudia Ostermaier, Schriftführer Thomas Zahn, Beisitzer Alex Wegmaier.

Arbeitnehmerunion der CSU 

Pflegende Angehörige: Kober für mehr Flexibilität bei Arbeitszeit

Erding – Der Kreisverband der Arbeitnehmerunion der CSU (CSA) hat einen neuen Vorstand gewählt. Vorsitzender bleibt Christoph Kober. Für ihn sind die Themen Vereinbarkeit von Pflege und Beruf sowie Inklusion die Dauerbrenner des CSA-Engagements.

Der Kreisverband der Arbeitnehmerunion der CSU (CSA) hat einen neuen Vorstand gewählt. Der wiedergewählte Kreisvorsitzende Christoph Kober ließ die vergangenen zwei Jahre Revue passieren. Sie waren vor allem von den Themen Vereinbarkeit von Pflege und Beruf sowie Inklusion geprägt.

In einem kurzen Überblick erläuterte Kober ausgehend vom Pflegezeitgesetz und dem Familienpflegezeitgesetz die Herausforderungen für die pflegenden Angehörigen. Er zeigte MdB Andreas Lenz damit zum einen auf, welche guten Regelungen in diesen Gesetzen enthalten sind. Gleichzeitig betonte Kober aber auch, in welchem Spannungsfeld sich pflegende Angehörige bewegen.

Gerade dann, wenn diese auch noch berufstätig sind, sei der Faktor Zeit neben dem Geld eine große Herausforderung. Hier schlug Kober vor, dass die bestehenden Regelungen für eine bezahlte Freistellungsmöglichkeit bei plötzlichen Pflegesituationen ausgeweitet werden.

Auch bei pflegebedürftigen Kindern sieht Kober Handlungserfordernisse, da dieses Thema kaum im Bewusstsein sei. Hier wünschte er sich mehr zeitliche Entlastungen und Flexibilität bei der Arbeitszeit. Die Familie sei immer noch das größte Pflegeteam der Bundesrepublik. Die Politik soll hier weitere Anstrengungen unternehmen, um Familien dabei zu unterstützen. Die betrieblichen Folgekosten mangelnder Vereinbarkeit von Beruf und Pflege beziffert eine Studie von 2011 auf knapp 19 Milliarden Euro pro Jahr. Ziel müsse eine weitere Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Pflege sein.

Ein kritisches Augenmerk richtete Kober auch auf die Rente. Die Rentenversicherung könne keine Versicherung sein, die das ausbezahle, was einbezahlt worden sei. Kober appelierte an Lenz, genau darauf zu achten, dass auch kommende Rentner-Generationen nicht nur ihren Pflichtteil, also die Beitragszahlung, erfüllen müssen, dann aber mit weiter sinkendem Rentenniveau zu kämpfen haben. Vielmehr sollten alle Leistungen, wie etwa die Mütterrente, nicht wieder den Beitragszahlern aufgebürdet werden, sondern alle fremden Leistungen, unabhängig vom Bundeszuschuss, steuerfinanziert werden. „Ziel muss sein, Beschäftigte länger in einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung zu halten“, so Kober.

Kritisch hinterfragte er die 450-Euro-Jobs bei Menschen, die nur eine Beschäftigung haben. Hier sei Altersarmut programmiert. Unternehmen sollten unterstützt werden, Arbeiten auch in den verschiedenen Altersphasen bis zum Eintritt in die Regelrente zu ermöglichen. Kober verwies auf die Vorschläge, die die CSA dazu gemacht hat.

Lenz ging auf das Bundesteilhabegesetz mit seinen Regelungen und die Inklusion ein. Gemeinsam diskutierte man die Erfahrungen und Bedürfnislagen der Teilnehmer. Lenz bedankte sich für die Anregungen, die er in seine Arbeit einbringen werde.

Bei den Neuwahlen bestätigt wurden Vorsitzender Christoph Kober, seine Stellvertreter Rudolf Mandausch und Arnold Kronseder, Schatzmeisterin Claudia Ostermaier, Schriftführer Thomas Zahn sowie die Beisitzer Elisabeth Lechner und Alex Wegmaier. Neu ist Beisitzer Michael Stock. (red)

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