Mann sticht mehrere Menschen in Finnland nieder

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Heiliggeist-Stift 

Pflegeplätze voll, Wohnbereich krankt

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Erding – 118 Pflegeplätze gibt es im Heiliggeist-Stift. Sie sind ausgelastet. Ganz anders sieht es im Wohnbereich aus. Er ist nur zu zwei Dritteln belegt.

Es ist das Dilemma vieler Senioreneinrichtungen in der Region: Die Nachfrage nach Pflegeplätzen ist gleichbleibend hoch, der Wohnbereich, den die Heime anbieten, ist nicht ausgelastet. So ist es auch im Heiliggeist-Stift am Stadtpark. Das Seniorenheim gehört der Heiliggeist-Spitalstiftung und wird auch von ihr verwaltet. Stiftungsvorstand ist Stadtkämmerer Hermann Held.

Er konnte auch für 2015 keine positiven Zahlen vermelden, zumindest was den Betrieb des Seniorenheims angeht. Die Stiftung selbst steht sehr gut da. Ihre Rücklagen bezifferte Held mit gut 7,4 Millionen Euro. Hinzu kommen acht Grundstücke, auf denen das Stift, die Spitalkirche sowie 13 Wohn- und Geschäftshäuser mit 75 Wohneinheiten und neun Geschäftsräumen stehen, 96 unbebaute Grundstücke, die mit einem Erbbaurecht belastet sind sowie zahlreiche Flächen, die vorwiegend land- und forstwirtschaftlich genutzt werden.

Das Seniorenheim gibt es seit 1969. 1994 wurde der Neubau mit 82 Pflegeplätzen in Betrieb genommen. Vier Jahre später hat man den Bereich durch die Umnutzung einiger Wohnplätze erhöht. Mittlerweile gibt es 118 Pflegeplätze an der Hiasl-Maier-Straße. Diese haben eine Auslastung von 100 Prozent, erklärte Held im Stadtrat. Im Wohnbereich liegt diese nur bei knapp 65 Prozent. Ein Grund: Immer mehr Senioren gehen – auch aus Kostengründen – erst ins Heim, wenn es allein gar nicht mehr geht. Die Quote der Rüstigen ohne Pflegestufe im Stift liegt bei unter drei Prozent.

„Wir haben auch 2015 ein deutlich negatives Ergebnis erwirtschaftet“, räumte Held ein. Exakt lag das Minus bei knapp 350 000 Euro. 2014 waren es 275 000 Euro. Das hält Held aber nicht für bedenklich. Der Grund liege in den jahrelangen Sanierungsmaßnahmen: „2017 sind wir mit dem Brandschutz definitiv fertig, dann haben wir das Thema hoffentlich durch und können wieder von normalen Unterhaltszahlen ausgehen.“ Das Stift habe tatsächlich 50 000 Euro Abschreibungen erwirtschaftet. Der Verlust sei also nicht monetär, sondern nur betriebswirtschaftlich. Hauptausgaben des Stifts sind die Personalkosten (2015: 3,8 Millionen Euro). Diese liegen im Vergleich zur Privatwirtschaft aufgrund des Tarifs deutlich höher, so Held. Dennoch ist es schwer, geschultes Pflegepersonal zu finden. Daran scheiterten bislang auch die Überlegungen, den Wohnbereich zugunsten des Pflegebereichs zu verkleinern. Zudem sei es alles andere als leicht, „ins Gebäude eine andere Gliederung reinzubringen“, erklärte Oberbürgermeister Max Gotz.

Gabi Zierz

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