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Auf dem Plan schon fertig ist das Bildungszentrum für Gesundheitsberufe westlich des Klinikums: ein dreigeschossiger Bau aus Weißtanne in Passivhausbauweise. 

Klinikum Erding 

Pflegeschule soll Ende 2018 in Betrieb gehen

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Erding – Nach drei Jahren Planung wird das Bildungszentrum für Gesundheitsberufe in Erding konkret. Bis Ende 2018 soll der dreigeschossige Bau in Passivhausstandard bezugsfertig sein – als ÖPP-Modell für rund 22 Millionen Euro.

Junge Pflegekräfte zu gewinnen, ist schwierig genug. Die Schulen des Klinikums und der Schwesternschaft des Roten Kreuzes für Krankenpflege, Altenpflege und Krankenpflegehilfe geben derzeit kein besonders gutes Bild ab: Sie residieren in Containern. Seit Jahren möchten Landkreis und Klinikum eine neue Schule errichten. Dem Vorhaben steht nun fast nichts mehr im Weg. Bis zum Sommer 2017 sollen Planung und Genehmigung abgewickelt sein. Goldbeck will dank Fertigbauteilen nur 15 Monate Bauzeit benötigen, ehe dann im Herbst 2018 der Betrieb starten kann.

Der Landkreis als Eigentümer hat sich für ein ÖPP-Modell entschieden: Bau, Unterhalt und Betrieb des Pflegezentrums für Gesundheitsberufe werden für die Dauer von 25 Jahre in die Hände der Wirtschaft übergeben – in diesem Fall in die des Bielefelder Konzerns Goldbeck. In einer Pressekonferenz teilte Landrat Martin Bayerstorfer am Dienstag mit, dass man noch auf das Okay der Regierung von Oberbayern für das ÖPP-Modell warte. Davon geht er aus, denn er ist überzeugt: „Die Vergabe von Bau, Unterhalt und Betrieb für ein Vierteljahrhundert ist für den Landkreis die bessere Variante. Goldbeck wird solide bauen, hochwertige Materialien verwenden und auf Langlebigkeit achten, damit sich das Projekt auch für das Unternehmen rechnet.“ Danach ist allein der Landkreis für die Schule zuständig.

Die Gesamtkosten bezifferte der Kreischef mit knapp 22 Millionen Euro, inklusive 1,95 Millionen Euro staatlicher Förderung. Die bezahlt der Kreis in 25 Raten an Goldbeck. „Grund und Haus gehören immer dem Landkreis“, betonten Bayerstorfer und Goldbeck-Geschäftsleiter Michael Burkhardt.

Den Neubau der Braunschweiger Architekten Dohle und Lohse mit einer Bruttogrundfläche von 4300 Quadratmetern und mindestens 2278 Quadratmetern Hauptnutzfläche stellte Projektmanager Niclas Mühlenstädt vor. Es handelt sich um einen dreigeschossigen, kompakten Baukörper in Passivhausbauweise – das spart Energie. Die Pfosten-Riegel-Fassade ist hinterlüftet, der Sonnenschutz darin verdeckt integriert. Aufs Dach kommt eine Photovoltaikanlage.

Charakteristisch sind die Holzwände aus regionaler Weißtanne sowie der eingeschnittene Eingang, der sich über zwei Etagen zieht. Zur Bajuwarenstraße hin werden Parkplätze angelegt. In der parkähnlichen Einfassung ist unter anderem ein grünes Klassenzimmer vorgesehen.

Das Portal im Erdgeschoss wird eingerahmt von größeren Räumen, die zu einem Saal umfunktioniert werden können. Auf dieser Ebene befindet sich auch die Altenpflegeschule mit Verwaltung. In den oberen beiden Geschossen sind die Krankenpflege- und die Krankenpflegehelferschule untergebracht. Mühlenstädt betonte, dass die Räume variabel eingeteilt werden könnten. Bayerstorfer erklärte, man habe sich für moderne Lernlandschaften entschieden. „Wir bekommen zwar nicht alles gefördert, aber die gute Atmosphäre ist es uns wert.“ Die Schwesternschaft mit der Altenpflegeschule zieht als Mieter ein. Platz ist für insgesamt 350 Schüler und 50 Lehrer.

Klinikums-Vorstandschef Sándor Mohácsi bekannte: „Das ist sehr erfreulich. Darauf haben wir drei Jahre hingearbeitet. Jetzt machen wir einen großen Sprung nach vorne.“ Schulleiterin Carola Munzert von der Schwesternschaft sagte: „Damit haben wir gute Chancen, Nachwuchs gegen den Pflegenotstand gewinnen zu können.“

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