Playdowns keine Selbstläufer

Erding/Dorfen - In den Statistiken hinken der ESC Dorfen und der TSV Erding hinterher.

In der Eishockey-Bayernliga sind die Punktspiele vorbei. Am Sonntag beginnen Meister- und Abstiegsrunde. Nicht in die Titelentscheidung eingreifen können der ESC Dorfen und der TSV Erding, die in die Playdowns müssen. "Für uns eine völlig neue Erfahrung", meint Gladiators-Trainer Franz Steer: "Einige Spieler haben die ganze Saison über nicht zu ihrer Leistung gefunden."

Das zeigt sich vor allem an der Scorer-Wertung, die der Schweinfurter Mikhail Nemirovsky mit 78 Punkten (22 Tore + 56 Assists) für sich entschieden hat, vor dem Nürnberger Martin Jiranek mit 67 (25 + 42) und dem Waldkraiburger Dale Crombeen mit 63 Zählern (30 + 33). Bester ESC-Scorer ist auf Platz zehn Seth Gray (45/22 + 23), bester Erdinger auf Rang 13 der 19-jährige Daniel Krzizok (42/28 + 14). Erst auf Platz 31 kommt der Vorjahres-Siebte, TSV-Stürmer Ales Jirik (32/10 + 22), gleichauf mit dem zweitbesten Dorfener, Edi Seisenberger (15 + 17).

In der Torjäger-Liste hat sich Krzizok mit 28 Treffern auf einem hervorragenden fünften Rang platziert, Gray ist mit seinen 22 Toren Zehnter. Treffsicherster Schütze ist der Peißenberger Marek Pospisil (31), dahinter mit 30 Toren gleichauf Pospisils Teamkamerad Manfred Eichberger, der Pfaffenhofener Roman Mucha und Crombeen. Bei den Assists hat Nemirovsky mit 56 Beihilfen einen Riesenvorsprung auf Jiranek (42) und den Waldkraiburger Andreas Attenberger (36). Bester Dorfener Passgeber ist auf Platz 16 Gray (23), bester Erdinger auf Rang 18 Jirik (22).

In der Rangliste der unfairsten Spieler der Liga befinden sich unter den "besten" Drei gleich zwei Germeringer, mit Florian Leitner (105 Strafminuten) und Christian Meier (109). Ebenfalls auf 109 Minuten hat es der Memminger Manfred Jorde gebracht. Der Erdinger Johannes Giel taucht auf Rang neun der Liste auf (82), auf den Plätzen 17 und 18 liegen die ESCler Peter Stoiber (74) und Seisenberger (73).

In den Playoffs und Playdowns wird eine "Best-of-five-Serie" gespielt, das heißt, zum Weiterkommen werden drei Siege benötigt. Ab Runde zwei gilt dann "Best of three". Im Viertelfinale der Meisterrunde kommt es zu folgenden Begegnungen: Waldkraiburg ­ Königsbrunn, Memmingen ­ Schweinfurt, Peißenberg ­ Sonthofen, Pfaffenhofen ­ Nürnberg. In den Playdowns kämpfen: Dorfen ­ Fürstenfeldbruck, Erding ­ Pfronten und Germering ­ Selb. Höchstadt hätte gegen Ulm antreten müssen. Da Ulm zurückgezogen hat, ist für Höchstadt die Saison beendet. Von der Papierform her sind Erding und Dorfen zwar Favorit, aber Gladiators-Coach Steer weiß auch: "Das wird trotzdem kein Selbstläufer." Wolfgang Krzizok

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