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Einer von 4332 Unfällen: Im August 2015 wurde ein Pakettransporter auf der Taufkirchener Kreuzung in Erding von einem Sattelzug erfasst. Der Fahrer des Lieferwagens wurde schwer verletzt.

Polizeipräsidium Ingolstadt

Mehr Unfälle, aber weniger Tote und Verletzte

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Erding/Ingoldstadt - Die Unfallzahlen im Landkreis Erding haben einen neuen Rekord erreicht.

Das muss nicht zwangsläufig heißen, dass es auf den Straßen hierzulande immer unsicherer zugeht. Richtig dürfte die These sein, dass immer mehr Fahrzeuge in einer Region unterwegs sind, in der auch die Bevölkerung laufend zunimmt.

Das Polizeipräsidium Oberbayern Nord hat nun die Unfallbilanz für 2015 vorgelegt. Die Dienststellen haben 4332 Kollisionen zu Protokoll genommen. Bei 591 waren Personenschäden zu beklagen. Insgesamt wurden 795 Verletzte und acht Tode registriert.

Im Vergleich zum Vorjahr haben die Unfälle insgesamt um 3,31 Prozent zugenommen, die mit Personenschäden nur um 1,54 Prozent. Die Zahl der Verletzten war mit minus 0,37 Prozent minimal rückläufig, die der Toten mit minus 42,5 Prozent deutlich kleiner. 2014 gab es mit 14 überdurchschnittlich viele im Verkehr Getötete.

Die Unfallzahlen nehmen mit wenigen Ausnahmen seit Jahren kontinuierlich zu. 2006 waren es nach Angaben des Präsidiums 3714 Zusammenstöße, 2010 waren es 4051, 2013 dann 4289 und voriges Jahr 4332.

Drei Zahlen aus der Statistik bereiten der Polizei Sorgen. Das Verbot, sich alkoholisiert oder berauscht ans Steuer zu setzen, verliert offensichtlich an Wirkung. Die Alkoholunfälle gingen um 13,95 Prozent auf 49 nach oben. Fünf Verursachern konnten Betäubungsmittel im Blut nachgewiesen werden, 2014 waren es nur drei gewesen.

Gewachsen ist auch die Zahl der Fälle, in denen sich die Verursacher unerlaubt vom Unfallort entfernt hatten. 49 Fälle listet das Präsidium auf, 4,04 Prozent mehr als 2014.

126 Crashs waren auf überhöhte Geschwindigkeit zurückzuführen. Hinzu kamen sechs Schulwegunfälle. Diese Zahl bewegt sich seit Jahren zwischen vier und neun.

Heuer könnte die Bilanz wieder schwärzer ausfallen: In den ersten zwei Monaten starben bei Unfällen vier Menschen – und das binnen zehn Tagen.

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