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Einer von 607 Unfällen mit Verletzten voriges Jahr im Landkreis Erding: Auf der Staatsstraße 2084 Erding–Dorfen prallte am 6. August bei Flanning dieser BMW gegen einen Baum. Drei junge Männer wurden dabei teils schwer verletzt.

Polizeistatistik für 2017

Etwas mehr Unfälle, aber viel weniger Tote

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Auf den Straßen des Landkreises haben sich voriges Jahr 600 Unfälle mit Personenschaden ereignet, fast so viele wie 2016. Insgesamt nahm die Zahl der Kollisionen leicht zu, die der Verletzten blieb nahezu konstant. Dafür starben viel weniger Menschen.

Erding - Der Landkreis wächst jedes Jahr um mehrere hundert Menschen, der Verkehr nimmt zu, auf den Straßen wird es immer. Und dennoch ist die Zahl der Unfälle mit Verletzten voriges Jahr im Vergleich zu 2016 nahezu unverändert geblieben. Exakt 600 Mal mussten Polizei, Rettungsdienste und Feuerwehren zu schweren Crashs ausrücken. Im Jahr davor waren es 607 mit Personenschäden gewesen. Diese Zahlen nannten gestern das Statistische Landesamt und das Polizeipräsidium Oberbayern-Nord.

2017 zogen sich weniger Menschen schwere bis lebensbedrohliche Verletzungen zu. Deren Zahl ging von 115 auf 99 zurück. Die Zahl der Leichtverletzten beziffert das Statistikamt mit 700 – exakt der Wert von 2016.

Besonders erfreulich ist die Entwicklung bei den Verkehrstoten. In dem besonders schlimmen Jahr 2016 ließen 14 Menschen ihr Leben auf den Straßen des Erdinger Landes. Voriges Jahr waren es nur noch fünf, ein Minus von 71,4 Prozent. In den ersten sechs Wochen dieses Jahres hat sich noch kein einziger tödlicher Unfall ereignet. Ein Minus steht auch hinter den Crashs mit sehr hohem Sachschaden – 127 im Vorjahr zu 148 in 2016.

Ein leichtes Plus von 5,3 Prozent verzeichnet das Ingolstädter Präsidium hingegen bei der Gesamtzahl der Unfälle. „2016 waren es 4681, im Jahr darauf 4930, teilt Präsidiumssprecher Hans-Peter Kammerer mit. Gestiegen ist laut Statistikamt auch die Zahl der Unfälle mit Verletzten, bei denen die Beteiligten unter Alkohol- beziehungsweise Drogeneinfluss standen – von 17 auf 27. Insgesamt nahm die Zahl laut Polizei der Rausch-Kollisionen von 48 auf 56 zu. 817 Fälle von Unfallflucht (2016: 806/+ 1,4 %) registrierte die Polizei.

Kammerer ist hochzufrieden: „Die Bilanz ist auf den niedrigsten Wert im Zehn-Jahres-Vergleich gesunken.“ Hauptursachen seien nicht angepasste oder überhöhte Geschwindigkeit, zu wenig Abstand sowie Vorfahrtsfehler. „Die meisten schweren Zusammenstöße haben sich auf Landstraßen ereignet“, bilanziert Kammerer.

Die Polizeiinspektionen Erding und Dorfen „werden dennoch nicht nachlassen, weiter über die Gefahren im Verkehr aufzuklären, gleichzeitig aber auch Kontrollen der Geschwindigkeit, der Fahrtauglichkeit sowie der Gurtanlegepflicht durchzuführen“. Augenblicklich liege der Schwerpunkt der Kontrollen bei der Ablenkung etwa durch verbotene Handynutzung. „Für die kommenden Monate werden wir die Motorradsicherheit wieder in den Fokus nehmen“, kündigt er im Gespräch mit unserer Zeitung an.

Bayernweit ereigneten sich amtlichen Angaben zufolge 405 000 Unfälle (+ 1,7 %). 53 000 Menschen wurden verletzt (- 2,5 %). 600 getötet (- 1,3 %).

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