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Kreisbäuerin Posch: Nutzt das gute Handwerkszeug!

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Von: Friedbert Holz

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31 Absolventinnen erhielten bei der Freisprechungsfeier ihre Zeugnisse.
31 Absolventinnen erhielten bei der Freisprechungsfeier ihre Zeugnisse. © Friedbert Holz

31 Hauswirtschafterinnen erhielten ihre Zeugnisse bei Freisprechungsfeier in Kirchasch. Ihnen wurde ein breites Berufsfeld in Aussicht gestellt. Landrat Martin Bayerstorfer ehrte die Besten, sechs darunter aus dem Landkreis Erding.

Landkreis – Aufgeregt waren sie alle, jene 31 jungen Frauen, die bei der Freisprechungsfeier im Gasthaus Bauer in Kirchasch ihre Abschlusszeugnisse erhielten – jetzt sind sie geprüfte Hauswirtschafterinnen, auf die spannende Berufe und Einsatzfelder warten.

Vertreten waren dabei Absolventinnen aus ganz Oberbayern, vorwiegend aus den Landkreisen Ebersberg, Erding und Freising. „Wir als Gesellschaft sind froh darüber, dass es noch so viele gibt, die diesen Beruf ergreifen, dass ländliche Hauswirtschaft einen solchen Zulauf hat“, freute sich Erdings Landrat Martin Bayerstorfer über die große Anzahl der Geprüften, von denen einige sehr gute Zeugnisse mitnehmen konnten. „Ernährung und Landwirtschaft gehören untrennbar zusammen, brauchen aber wieder deutlich mehr Wertschätzung. Gerade in unserer Region zeigt sich, dass der Stellenwert von regionalen Produkten und Dienstleistungen gestiegen ist und damit voll dem Zeitgeist entspricht.“

Auch Irmgard Posch, Erdings Kreisbäuerin, hob das Umdenken in der Gesellschaft hervor. „Früher wurde dieser Beruf oft belächelt, doch mittlerweile zeigt er in seinem facettenreichen Gestaltungsspielraum, wie wertvoll er nicht nur in einem bäuerlichen Umfeld ist. Nun habt ihr ein gutes Handwerkszeug in der Hand, nutzt es und setzt euch Ziele.“

Wie umfangreich die Ausbildung zur Hauswirtschafterin ist, zeigte kurz Johanna Heigl auf. Sie ist Vorsitzende des Prüfungsaussschusses Oberbayern und gab den Begleitern im Saal einen Eindruck von den vielfältigen Aufgaben und Tests, die von den Frauen zu bewältigen waren. „Da geht es um Verpflegung, Textilien, Raum- und Wohnumfeld-Gestaltung genauso wie um Wirtschafts- und Sozialkunde im rein theoretischen Bereich. Im zweiten Teil sind Kenntnisse bei Versorgungs- und Betreuungsleistung gefragt, in Teil drei warten noch die Ausführung eines betrieblichen Auftrags, samt Dokumentation und Präsentation.“

Nachdem zwei Absolventinnen jeweils kurze Vorstellungen ihrer Hauswirtschafts-Stationen gezeigt hatten, durften die 31 jungen Damen endlich ihre Zeugnisse in Empfang nehmen. Angelika Spitzer, Bereichsleiterin für Ernährung und Landwirtschaft in der Regierung von Oberbayern, und Maria Stangl, Bildungsberaterin für Hauswirtschaft, überreichten die Dokumente an die Schülerinnen. Sechs von ihnen bekamen zusätzlich von Landrat Bayerstorfer noch einen besonderen Preis für ihre herausragenden Leistungen: Julia Huber, Anette Schwaiger, Luisa Falter, Magdalena Lüßer, Veronika Riedmaier und Theresa Hinterwimmer. 

Die sechs besten Absolventinnen aus dem Landkreis Erding wurden geehrt.
Die sechs besten Absolventinnen aus dem Landkreis Erding wurden geehrt. © Friedbert Holz

Reinhard Menzel, Leiter des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten für Ebersberg und Erding (AELF), entließ schließlich die erfolgreichen Absolventinnen mit dem Ratschlag, „dass das Lernen trotz eines Zeugnisses noch nicht zu Ende“ sei – „schauen sie sich nach vielen Perspektiven um“.

Für die musikalische Unterhaltung sorgten Sebastian Brandl am Akkordeon, der die beiden Sache-Bäuerinnen bei ihren lustigen Gstanzl-Gesängen unterstützte.

Die Absolventinnen

aus dem Landkreis Erding: Sandra Bartu (Moosinning), Anna Feckl (Erding), Laura Hackel und Theresa Hinterwimmer (beide Bockhorn), Erna Hiereth (Wolfersdorf/Teilzeitschule Erding), Julia Huber, Nicole Lebschy und Franziska Ludwig (alle Erding), Ute Mack (Lengdorf), Melanie Mayr (Fraunberg) und Anette Schwaiger (Dorfen).

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