U2 und U7: Zugausfälle, Unterbrechungen und Verzögerungen

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Große Nachfrage

Preise für Ackerland explodieren

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Fast 125 000 Euro pro Hektar landwirtschaftlicher Flächen – damit haben sich die Preise binnen weniger Jahre verdreifacht. Aus Sicht von BBV-Kreisobmann Hans Schwimmer sind vor allem Ausgleichsflächen der Preistreiber.

Wer im Kreis Erding landwirtschaftliche Fläche kaufte, musste 2015 so tief in die Tasche greifen wie noch nie. Im Schnitt wurden 124 661 Euro je Hektar Fläche ohne Gebäude und Inventar bezahlt. Nach Daten des Landesamts für Statistik sind das über 50 000 Euro mehr als ein Jahr zuvor. Der Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbands, Hans Schwimmer, beklagt in diesem Zusammenhang den „massiven Zugriff von allen Seiten. Der Landwirt selber kommt kaum noch ran.“

Mit den aktuellen Tiefstpreisen für landwirtschaftliche Produkte – etwa 15 Euro pro Doppelzentner Weizen – könnten die Bauern so teure Grundstücke nicht finanzieren. Die Hektarpreise werden nach Schwimmers Beobachtung vor allem vom großen Flächenbedarf von Infrastrukturprojekten getrieben: dritte Startbahn, A 94, Nordumfahrung, Ringschluss und mehr. Dazu komme noch die Ausweisung von Wohn- und Gewerbegebieten.

„Für alles, was ich versiegle, brauche ich Ausgleichsflächen“, sagt Schwimmer und weist damit auf das aus seiner Sicht größte Problem in dem Zusammenhang hin. „Das Gesetz über ökologische Ausgleichsflächen passt nicht mehr in die heutige Zeit“, erklärt Schwimmer. Es müsse reformiert werden.

Insgesamt wechselten im Jahr 2015 29 landwirtschaftliche Grundstücke mit einer Größe von rund 34,7 Hektar Fläche den Besitzer (18,6 Hektar mehr als im Vorjahr). Diese Angaben des Landesamtes für Statistik basieren auf Daten der Finanzämter.

In ganz Bayern wurden im vergangenen Jahr 5007 landwirtschaftliche Grundstücke verkauft. Der Durchschnittspreis pro Hektar lag bei 47 358 Euro. Dabei gibt es gewaltige Schwankungen. Das Niveau des Erdinger Landkreises liegt bereits weit über dem durchschnittlichen Hektarpreis in Oberbayern (84 857 e). Darauf folgen Niederbayern (78 878 e) und Schwaben (49 844 e). Der mit Abstand niedrigste Verkaufswert errechnete sich mit 21 549 Euro für den Regierungsbezirk Oberfranken. Grundsätzlich gilt auch: Je mehr Leistung landwirtschaftliche Flächen bringen, desto teurer sind sie.

Auch Bauland teuer

„Leistung“ spielt bei Bauland keine Rolle. Beim Verkauf von Wohngrundstücken flossen 2015 im Landkreis rund 106,6 Millionen Euro in die Taschen der Vorbesitzer. 2014 hatte dieser Wert bei 81,01 Millionen Euro gelegen. Der Quadratmeter baureifes Land kostete im Schnitt rund 190 Euro (2014: 204 Euro. Damit gehört der Kreis Erding zu den Gebieten, in denen weniger bezahlt wird als im bayerischen Durchschnitt mit 235 Euro. Insgesamt wurden 2015 im Landkreis 246 baureife Grundstücke verkauft

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