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Erstmals ist in Erding eine Kaisergeburt vorgenommen worden. Diese Variante der Entbindung soll jetzt häufiger am Klinikum stattfinden.

Premiere am Klinikum Erding

Erste Kaisergeburt: Mutter erlebt alles mit

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Im Klinikum Erding finden bis voraussichtlich Oktober nur geplante Kaiserschnitte statt. Nun hat der OP eine kleine Sensation zu vermelden:

Erding - Erstmals ist dort ein Kind mittels Kaisergeburt zur Welt gekommen, berichtet Sprecherin Daniela Fritzen.

Dabei handelt es sich um einen Kaiserschnitt, bei dem die Mutter die Geburt des Kindes miterlebt, indem sie die durch den Geburtshelfer durchgeführte Kindsentwicklung sehen kann. Anschließend wird das Neugeborene sofort der Mutter auf die Brust gelegt und somit die Mutter-Kind-Bindung, die bei einem normalen Kaiserschnitt immer verzögert erfolgt, sehr rasch gefördert.

Das denkwürdige Ereignis fand bereits am 17. Juli um 10.09 Uhr statt, so Fritzen. Die Eltern bekamen es unmittelbar mit, wie erst der Kopf und dann der Körper ihres Kindes auf die Welt kam.

Der positive Effekt: Eine Kaisergeburt erleichtert die Genesung der Mutter im Wochenbett sowie die Stillphase und die Rückbildung.

Die Eltern, erklärt Fritzen, müssen dabei keineswegs damit rechnen viel Blut oder die Schnittwunde zu sehen. „Der eigentliche OP-Bereich ist nicht groß und bleibt zudem weitgehend abgedeckt.“

Erfunden wurde diese Geburtsmethode vom Briten Nick Fisk 2008 in Australien. Professor Wolfgang Henrich, Direktor der Geburtsmedizin der Charité in Berlin, hat die Kaisergeburt in Deutschland eingeführt, wo sie seit dem Sommer 2012 praktiziert wird.

Die erste Kaisergeburt in Erding war ein geplanter Eingriff. Nach dessen Erfolg soll diese noch seltene Methode auch anderen Müttern angeboten werden, kündigt die Pressesprecherin an.

„Trotz der negativen Nachrichten der vergangenen Wochen, dass der Kreißsaal in den Sommermonaten nur eingeschränkt arbeiten kann, freut sich die gesamte Abteilung der Geburtshilfe, ein derart positives Ereignis mitteilen zu können“, sagt die Sprecherin. Wie berichtet, stehen die Vorzeichen derzeit gar nicht schlecht, dass ab Oktober so viele Hebammen im Dienst sind, dass der Kreißsaal wieder eröffnet werden kann.

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