Programm des Landkreises

Im Erbbaurecht zum günstigen Eigenheim

Landkreis – Zur eigenen Immobilie will der Landkreis jetzt Familien verhelfen, die nur geringes Eigenkapital oder wenig Einkommen haben.

Hilfe für bauwillige Familien, die nicht das nötige Kleingeld dafür haben: Dazu hat nach einem Kreistagsbeschluss im Juli 2015 das Landratsamt das Soziale Eigenheimförderungsprogramm aufgestellt, das nun in einer Art Roadshow den Gemeinden im Landkreis präsentiert wird. Die erste Vorstellung in einem Gemeinderat fand nun in Bockhorn statt.

Dabei zeigten Johanna Roschitz, Abteilungsleiterin Jugend und Soziales, sowie ihre Kollegin Christine Kaltenbach, Fachbereichsleiterin Soziales, die Eckpfeiler des neuen Programms auf. Demnach will man in erster Linie Wohnraum für Landkreis-Bürger schaffen. Die Grundstücke, die für die jeweiligen Eigenheime benötigt werden, sollen von der Wohnungsbau- und Grundstücks-Gesellschaft des Landkreises gekauft und dann den Bauwerbern im Erbbaurecht weitergegeben werden. Dieses Recht soll 66 Jahre lang gelten. Nach 15 Jahren kann der Bauwerber das Grundstück aber auch kaufen, „dann zu einem inflationsbereinigten Preis, gemessen am damaligen Bautarif“.

Damit ermöglicht der Landkreis Familien, die nicht so finanzstark sind, ihr Vermögen primär für den Hausbau zu verwenden. Zudem haben die Bauherren in diesem neuen Programm auch mehr Geld übrig für ihre sonstigen monatlichen Ausgaben und können zudem Fördermittel beziehen.

Wie jedes Förderprogramm ist aber auch dieses an Bedingungen geknüpft. „Die jeweilige Immobilie muss in jedem Fall zu 60 Prozent vom Bauwerber selbst auch genutzt werden, der Bedarf an Wohnraum muss nachgewiesen sein“, erklärte Roschitz. „Zudem“, so ergänzte Kaltenbach, „sollte das vorhandene Eigenkapital mindestens 20 bis 25 Prozent der Gesamtbaukosten umfassen. Schließlich darf das maximale Einkommen der Familie in Summe 44 000 Euro pro Jahr nicht übersteigen.“ In jedem Fall aber, raten die Expertinnen vom Landratsamt, sei eine ausführliche Beratung durch Spezialisten der Behörde unumgänglich, denn jede Situation sei anders.

Ansprechpartner

für das neue Programm ist Fachbereichsleiter Günther Jankovsky, Tel. (0 81 22) 58 12 65, oder E-Mail an jankovsky.guenther @lra-ed.de.

Friedbert Holz

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