Langengeisling 

Radstreifen für die Alte Römerstraße

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Erding – Für die Radfahrer wird die Alte Römerstraße in Langengeisling sicherer. Schutzstreifen auf beiden Seiten sollen dafür sorgen. Im September beginnen die Arbeiten.

Jeweils 1,25 Meter sind die Radschutzstreifen breit, die an der Alten Römerstraße in Langengeisling angebracht werden. Die Stadträte beschlossen im Ferienausschuss am Dienstagabend, mit den Arbeiten die Firma Strabit aus Wörth/Isar zu beauftragen. Sie hatte mit rund 212 000 Euro das wirtschaftlich günstigste Angebot dafür abgegeben. Sieben Unternehmen hätten sich an der beschränkten Ausschreibung beteiligt, erklärte Harald Woellert, Leiter des städtischen Tiefbauamtes.

„Wir diskutieren keine Details“, sagte Oberbürgermeister Max Gotz (CSU) eingangs der Debatte. Schließlich wolle der Stadtrat diese Schutzstreifen schaffen. Das Verkehrsplanungsbüro Kaulen, das schon das Radverkehrskonzept ausgearbeitet hatte, erstellte dazu eine Vorplanung. Für die weitere Ausführung ist das Ingenieurbüro Seitz zuständig.

Durch die beidseitigen Radstreifen – ein Beispiel dafür gibt es an der Dorfener Straße – verringert sich die Breite der Alten Römerstraße auf fünf Meter. Bevor die Streifen realisiert werden können, müssen die Sinkkästen samt Gullys angehoben, die Entwässerungsrinne repariert und die Gehwegkanten, wo nötig, abgeflacht werden (wir berichteten) – alles „verkehrsgefährdende Dinge, die damit behoben werden“, so Gotz. „Das ist eine gute Nachricht für Langengeisling“, sagte der OB. Und noch eins ist ihm wichtig: „Dann gibt es keine Rumparkerei mehr auf der Straße.“ Das ist dann nämlich verboten.

Seit 1. Januar 2014 ist die Stadt für den Unterhalt der Alten Römerstraße zuständig. Diese ist aber weiter eine Staatsstraße. „Die Übergabe der Straße vom Freistaat an die Stadt ist nach wie vor ein schwieriges Ringen“, bekannte Gotz. In erster Linie geht es um finanzielle Aspekte, wenn die Straße nicht in einwandfreiem Zustand ist. Und davon ist die Alte Römerstraße weit entfernt. „Wir haben schon einmal 300 000 Mark hergenommen, um dem Freistaat seine Straße zu teeren“, erinnerte Gotz an die 1990er Jahre. „Das wollen und dürfen wir nicht wiederholen.“

Der große Umbau der Alten Römerstraße wird erst kommen, wenn die Nordumfahrung gebaut ist und mit ihr die so genannte Nordanbindung durch den Fliegerhorst, die als Parallelstraße die Geislinger Ortsdurchfahrt maßgeblich entlasten wird. „Die Alte Römerstraße wird dann eine andere Verkehrsbedeutung haben als jetzt als Staatsstraße. Dann wird sie auch eine andere Ausbauform vertragen können“, sagte Jakob Mittermeier (CSU). „Dann werden wir in aller Ruhe mit den Langengeislingern diskutieren, was sie haben wollen“, kündigte Gotz an. Für ihn ist die Nordanbindung eine klassische Entlastungsstraße, die für Langengeisling im Vergleich zu heute ein Drittel der Verkehrsbelastung bedeuten könne.

Woellert kündigte an, dass die Arbeiten Anfang September losgehen und heuer noch abgeschlossen werden sollen. Gotz bittet die Anwohner, „die Einschränkungen durch die Baumaßnahme positiv zu begleiten“, schließlich gehe es um eine Verbesserung für sie.

von Gabi Zierz

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