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Rauschgift und Geld stellten Fahnder der Kripo Erding in großem Stil sicher.

Kripo Erding und Landeskriminalamt

Rauschgiftring zerschlagen

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Erding - Sechs Festnahmen, fünf Wohnungsdurchsuchungen und jede Menge sichergestelltes Rauschgift – der Kripo Erding ist diese Woche ein Schlag gegen die Drogenkriminalität gelungen.

Beharrlichkeit zahlt sich aus. Bereit seit Monaten ermittelte die Kriminalpolizei Erding gegen drei mutmaßliche Rauschgifthändler. Ins Visier geraten waren nach Angaben des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord vom Freitag ein 23 Jahre alter Erdinger, sein 27-jähriger Hintermann aus München, der bis vor kurzem in Niederding gewohnt hat, sowie ein gleichaltriger Mann aus dem Erdinger Stadtteil Pretzen.

Am Montag schnappte die Falle zu. Kripo Erding und das Rauschgifteinsatzkommando des Bayerischen Landeskriminalamtes (LKA) arbeiteten dabei eng zusammen. Der 23-jährige Lagerist wurde in den Abendstunden festgenommen, als er sich gerade auf der Rückfahrt von München nach Erding bestand. Dort hatte er bei seinem Drogenlieferanten, dem 27 Jahre alten, arbeitslosen Deutsch-Afghanen Rauschgift abgeholt. 150 Gramm Marihuana konnten an Ort und Stelle sichergestellt werden.

Kurios: Als Fahrer fungierte der Vater (45) des 23-Jährigen. Ein Sprecher des Präsidiums erklärte: „Die weiteren Ermittlungen müssen klären, inwieweit der Vater tiefer in die Vergehen verstrickt ist.“

Nach der Aktion wurden die Wohnungen des Deutsch-Afghanen und vier weiterer mutmaßlicher Tatbeteiligter durchsucht. Die Razzien fanden in Niederding, Erding und Markt Schwaben statt. Dabei wurden 630 Gramm Marihuana und kleinere Mengen Ecstasy sichergestellt.

Konfisziert wurde auch ein Betrag über 3600 Euro. Die Fahnder von Kripo und LKA gehen davon aus, dass das Bargeld aus Drogengeschäften stammt. Insgesamt spricht das Präsidium von sechs Festnahmen im Zuge der Aktion.

Die Staatsanwaltschaft Landshut beantragte Haftbefehl gegen den 27-Jährigen. Das Amtsgericht Erding schickte den Mann hinter Gitter. Seine Kumpanen kamen nach der Razzia wieder auf freien Fuß. Dem Inhaftierten, aber auch seinen Helfern drohen mehrjährige Haftstrafen. Denn die drei Haupttäter stehen im Verdacht, über einen längeren Zeitraum mit insgesamt neun Kilogramm Marihuana gehandelt zu haben. Woher sie den Stoff bezogen und wohin sie ihn weiterverkauft haben, müssen die weiteren Ermittlungen ergeben.

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