Ab heute Abschlussprüfungen 

Für 560 Realschüler geht’s um die Wurst

Landkreis – Zitternde Hände und ein mulmiges Gefühl im Bauch – ab heute sitzen wieder zahlreiche Realschüler vor ihren Abschlussprüfungen. Bis zum Freitag, 1. Juli, wird das Wissen, das sich 560 Jugendliche des Landkreises in zehn Realschuljahren angeeignet haben, abgeprüft.

Mit 210 sollen in der Herzog-Tassilo-Realschule in Erding die meisten Schüler ihre Abschlussprüfung schreiben. Mit 180 Zehntklässlern folgt die Realschule Taufkirchen. 170 Schülerinnen werden in der Turnhalle der Mädchenrealschule Heilig Blut ihr Wissen abrufen.

Beginn ist heute für alle Schüler des Französisch-Zweigs. Alle anderen können sich noch einen Tag länger auf die Prüfungszeit vorbereiten. Am Donnerstag werden dann die Deutschkenntnisse abgefragt, am Freitag das Wissen in der Fremdsprache Englisch. Mathematisches Denken ist nach dem Wochenende am Montag gefordert. Dann zahlt sich der frühere Beginn für die Französisch-Klassen aus, denn sie sind bereits nach der Matheprüfung fertig. Die Abschlussprüfung im Fach Betriebswirtschaftsrechnen wird am Dienstag geschrieben, Physik am Mittwoch, Haushalt und Ernährung und Kunst am Donnerstag. Der Werken-Zweig bildet am Freitag den Abschluss.

Mädchenrealschuldirektor Josef Grundner kann die Aufregung seiner Schülerinnen nachvollziehen. Umso deutlicher möchte er ihnen zeigen, dass das ganze Schulteam hinter den Absolventinnen steht. „Wir drücken ihnen alle die Daumen. Die schaffen das ganz bestimmt. Außerdem müssen sie immer daran denken, dass sie nicht alleine sind. In ganz Bayern schreiben unzählige Schüler zur gleichen Minute die gleiche Prüfung.“

Direkt ins Berufsleben einsteigen wollen deutlich mehr Schülerinnen als in den vergangenen Jahren. „Der Anteil, der auf die Fachoberschule gehen wollte, lag immer bei 40 Prozent. In diesem Jahr sind es nur 30“, erklärt Grundner. Den Grund dafür kenne er nicht. Der Favorit an der Mädchenrealschule: Bürojobs.

Auch in Taufkirchen haben sich die Wünsche der Schüler für die Zukunft geändert. „Es ist überhaupt nicht mehr so, dass die meisten in die kaufmännische Richtung gehen. Das hat sich schon lange geändert“, erklärt Direktor Josef Hanslmaier. Unter anderem technische Berufe erfreuen sich laut Hanslmaier wachsender Beliebtheit.  ja

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