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Schlafen statt Turnen: 2014 und 2015 wurde die Halle der Berufsschule Erding an der Freisinger Straße als Notunterkunft für Flüchtlinge genutzt. 

REgierung von Oberbayern 

Eine halbe Million vom Staat für Schulsanierungen

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Der Freistaat Bayern hat Grünes Licht für Sanierung beziehungsweise Umbau zweier Schulen des Landkreises in Erding gegeben. Damit verbunden ist fast eine halbe Million Euro Zuschuss. Es geht um die Real- und die Berufsschule.

Erding – Die Raumverhältnisse an der Herzog-Tassilo-Realschule sind seit Jahren beengt. Für heuer hat sich der Landkreis als Sachaufwandsträger die Verbesserung der Raumsituation in den Bereichen Werken und Kunst auf die Agenda gesetzt. Dem Vorhaben mit Gesamtkosten in Höhe von über 943 000 Euro steht nichts mehr im Wege. Die Regierung von Oberbayern hat nicht nur den vorzeitigen Baubeginn genehmigt, sondern dies auch noch mit der Zusage einer Förderung in Höhe von 275 000 Euro verbunden. Erst nach der Zusage des staatlichen Zuschusses darf eine Kommune oder ein Landkreis loslegen, sonst riskiert sie beziehungsweise er, die Beihilfe zu verlieren.

Ein zweiter erfreulicher Brief der Bezirksregierung ist in der Kreisverwaltung eingegangen. Denn nun kann ein weiteres, dringend anstehendes Projekt begonnen werden – die Sanierung der Turnhalle der Berufsschule an der Freisinger Straße. Hierfür gewährt er Freistaat einen Zuschuss von 220 000 Euro.

Die Halle ist nicht nur in die Jahre gekommen, vor allem zuletzt ist ihr über Gebühr zugesetzt worden. Denn 2014 und 2015 wurde sie zweimal als Notaufnahmelager für Flüchtlinge genutzt – in der Hochphase des Zustroms unter anderem über die Balkanroute.

Der Landkreis griff der Regierung von Oberbayern seinerzeit unter die Arme und schuf allein hier über 200 Schlafplätze. Mehrere Monate lang war die Halle weder für Schüler noch für Vereine nutzbar. Es war übrigens die einzige Halle im Landkreis, die für Flüchtlinge benötigt wurde, und das auch nur als Notlager für eine überschaubare Dauer. Auch Traglufthallen sah das Kreiskonzept der dezentralen Unterbringung nie vor.

Für eine Wohnnutzung war die Halle freilich nie ausgelegt, auch nicht etwa für die schweren Betonschweller, die die Trennzäune trugen. Nach der Räumung stellte sich heraus: Unter anderem der Schwingboden war kaputt. Auch die Sanitäranlagen bedurften der Erneuerung. Nun kommt die Totalsanierung.

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