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Der Künstler und der OB: Rudolf L. Reiter (r.) stellte in seinem Atelier sein neues Buch vor. Max Gotz war dabei. 

Buchvorstellung

Reiter gewährt Einblicke in sein Leben

Der Erdinger Maler Rudolf L. Reiter präsentierte in seinem Atelier sein elftes Buch, es handelt sich um eine Biographie.

Erding – Unsichtbares sichtbar zu machen ist Teil seiner künstlerischen Philosophie. Doch jetzt hat Rudolf L. Reiter, renommierter Erdinger Maler und Erfinder zahlreicher Installationen weltweit, den Blick frei gegeben in einen Teil seines 73-jährigen Lebens. Er hat seine Monographie „Gegen den Strom. Der Maler, sein Leben und Werk. Eine Art Biographie“ in seinem Atelier vorgestellt.

Wegbegleiter, Kunsthistoriker und Reiter selbst kommen in dem umfangreichen Band zu Wort, beschreiben seine Sensibilität der Umwelt gegenüber und sein Werk.

„Reiter hat etwas ganz Besonderes zu bieten“, findet auch Oberbürgermeister (OB) Max Gotz, der zur Buchvorstelung gekommen war und die „Lebendigkeit und Präzision“ des Buches hervorhob. „Sein Schaffen ist in Erding auf einen guten Boden gefallen“, so Gotz. Und so kaufte er gleich eine Anzahl des Reiter-Buchs als Präsent für Bürger, die besonders geehrt werden. Der Künstler bedankte sich mit einem besonderen Exemplar: Dessen Titel ziert ein von Reiter selbst gemaltes Bild, ein Unikat, das er signiert hat.

Reiters Biographie ist sein mittlerweile elftes Buch, hochwertig in Papier und Grafik, in einer Auflage von 200 Exemplaren. Gedruckt wurde es von der Firma Groschberger, Wegbegleiterin seit Reiters Anfangstagen.

Der Inhalt des Buches beschäftigt sich umfassend mit dem Maler der so genannten Anderswelt, die Kunsthistorikerin Christine Fößmeier wie folgt beschreibt: „Reiters Bilder sind meist spontane Mal-Akte, die Energie sichtbar machen, die pure Kraft aus dem Jenseits schöpfen. Seine zutiefst bewegte Seele lässt einen Blick dorthin zu, wohin wir alle einst gehen.“

Der Künstler selbst, der sich nach intensiven Herz-Operationen bereits „auf der Rolltreppe des Schöpfers“ sah, will sich einer objektiven Analyse seiner Werke entziehen. Und dennoch freut er sich, wenn Fößmeier ihm bescheinigt, dass „Kandinsky dahin wollte, wo Reiter heute ist“. Weshalb er seinem Buch den Titel „Gegen den Strom“ gab? Reiter: „Nur wer gegen den Strom schwimmt, kommt letztlich an die Quelle“.

Trotzdem vermisst sein langjähriger Kunstfreund Wilhelm Dietl in Reiters neuem Buch „letzte Geheimnisse um seine vielen Frauen“, hätte gerne das Rätsel um jene Pyramide im Erdinger Moos gelüftet, deren gedachte Metamorphose wohl Hände von Kunstbanausen unfreiwillig beschleunigt haben. Und er entlockt dem Künstler zwei jener Ziele, die dieser noch ansteuern möchte. Reiter nach einigem Nachdenken: „Norwegen als Land und Prag als die derzeit angesagteste Kunst-Stadt“.

Der Öffentlichkeit

will der Künstler das neue Buch in seinem Atelier am Rätschenbach noch am 28. und 29. Oktober sowie am 4. und 5. November präsentieren.

(Friedbert Holz)

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