Rettungszweckverband 

Sanitäter sollen schneller beim Patienten sein

Versorgungsengpässe bei der Menschenrettung beseitigen will der Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung (ZRF) in den Kreisen Erding, Ebersberg und Freising. Dazu wird das Institut für Notfallmedizin der Ludwig-Maximilians-Universität München 2018 ein Gutachten erstellen. Die kritischen Punkte stellte ZRF-Geschäftsführer Bernd Dominique Freytag in der Verbandsversammlung vor.

Erding  Freytag berichtete, dass im Rettungsdienstbereich Dorfen die Versorgungssicherheit in einigen Monaten unter 80 Prozent gefallen sei. Das Gesetz sieht vor, dass ein Rettungswagen in acht von zehn Fällen binnen zwölf Minuten beim Patienten sein soll. „Wir wollen klären, wie sich diese Situation verbessern lässt“, sagte Freytag. Er versicherte jedoch, dass sich der relativ junge BRK-Standort Taufkirchen bewährt „und insgesamt zu einer wesentlichen Verkürzung der Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes beigetragen hat“.

Optimieren will der ZRF auch die Versorgung im Bereich Glonn. Dort werde die Hilfsfrist immer wieder überschritten. Das Gutachten soll neue Möglichkeiten eröffnen. Was die für Glonn zuständige Rettungswache Ebersberg betrifft, „besteht kein Handlungsbedarf, da in 85,5 Prozent der Fälle die Zwölf-Minuten-Regel eingehalten wird“, so der Geschäftsführer.

Für zwei Standorte laufen 2019 die Verträge mit den Betreibern aus. Zum einen handelt es sich um die Rettungswache am Flughafen, die vom Malteser Hilfsdienst besetzt wird, im anderen um die Wache Taufkirchen, für die der BRK-Kreisverband Erding zuständig ist. Entweder setzen sich die bisherigen Organisationen im Bieterverfahren erneut durch, oder ein anderer Träger kommt zum Zug.

Im Landkreis Freising stehen künftig 16 statt zehn Einsatzleiter Rettungsdienst zur Verfügung. Der Antrag des BRK Freising wurde angenommen, um bei größeren Ereignissen personell noch besser gerüstet zu sein. Diese Kräfte stellen das BRK und die Johanniter. Mehrkosten entstehen keine. 

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