Medikamente gegen Heuschnupfen 

„Rezeptfrei heißt nicht  harmlos“

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Raus ins Freie, und schon kitzelt es in der Nase: Frühblüher machen Pollenallergikern gerade das Leben schwer. Doch Heuschnupfen ist nicht einfach eine nervige Bagatellerkrankung, warnen Apotheker.

Landkreis– Etwa jeder fünfte Bundesbürger leidet an Heuschnupfen, vor allem Kinder und Jugendliche. Fließschnupfen, juckende Nase, tränende Augen: Betroffene kennen die Symptome einer Pollenallergie. Doch Dr. Franz Stadler, Pressesprecher der Apotheker im Landkreis Erding, warnt: „Heuschnupfen ist keine Bagatellerkrankung. Unbehandelt kann sich daraus Asthma entwickeln.“

Für Pollenallergiker gibt es viele rezeptfreie Arzneimittel. „Aber rezeptfrei heißt nicht harmlos“, sagt Stadler und rät, sich bei der Auswahl des Medikaments in der Apotheke beraten zu lassen. „Das gilt besonders für Eltern kleiner Kinder und für Autofahrer.“

Viele antiallergische Medikamente könnten in der Selbstmedikation angewendet werden. Gegen Heuschnupfen setzt man unter anderem Präparate mit kortisonähnlichen Wirkstoffen wie Mometason oder Fluticason ein. Je nach Packungsgröße und Dosierung sind sie für Erwachsene rezeptfrei bei „saisonaler allergischer Rhinitis“ erhältlich. Arzneimittel aus der Gruppe der Antihistaminika hemmen die allergische Reaktion ebenfalls. Diese Mittel zum Einnehmen könnten allerdings müde machen, weshalb sich Autofahrer informieren sollten, welche Präparate geeignet sind.

Um gezielt in der Lunge wirken zu können, werden bei Kindern mit Atemwegserkrankungen die Medikamente oft inhaliert. Stadler: „Entscheidend ist die richtige Inhalationstechnik, die sich von Präparat zu Präparat unterscheiden kann.“ Es gebe Hilfsmittel speziell für Kinder, ohne die nur ein Bruchteil des Wirkstoffs bis in die Lunge gelange.

Zum Arztbesuch raten Apotheker allen Allergikern, wenn der Heuschnupfen chronisch ist oder von pfeifenden Atemgeräuschen, Atemnot oder Engegefühl in der Brust begleitet wird. Mit kranken Kindern sollten Eltern immer zum Arzt gehen.

Pollenallergiker, die gerade ihren Urlaub planen, sollten laut Stadler überlegen, die Ferien im Hochgebirge oder am Meer zu verbringen. Und bei Hausstauballergie könne man im Hotel nach entsprechender Ausstattung fragen.

Rubriklistenbild: © dpa / Bodo Marks

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