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Zimmerermeister Anton Schlehhuber sprach den Richtspruch fürs neue Erdinger Rathaus.

Einweihung wird Ende nächsten Jahres sein

Richtfest für zweites Erdinger Rathaus

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Der Bau des neuen, zweiten Rathauses in Erding kommt gut voran. Jetzt wurde Richtfest für das 8,4-Millionen-Euro-Projekt gefeiert.

VON HANS MORITZ

Erding – Für Landrat Martin Bayerstorfer ist das Kommunale die „Keimzelle der Demokratie“. In der Großen Kreisstadt Erding bekommt dieser Kern gerade eine neue Schale: Am Mittwoch feierte die Stadt Richtfest für das neue Rathaus an der Landshuter Straße 4 – genau gegenüber des Grafenstocks, Hauptsitz der Verwaltung. Die Einweihung will Oberbürgermeister Max Gotz Ende kommenden Jahres feiern. Bis dahin werden rund 8,4 Millionen Euro verbaut sein.

Fast 1400 zusätzliche Quadratmeter Nutzfläche stehen der Verwaltung dann zur Verfügung – Keller, Erd- und zwei Vollgeschosse sowie ein ebenfalls für Büroräume geeignetes Dachgeschoss.

Untergebracht werden das Bürgerbüro mit Einwohnermeldeamt, die Ordnungsbehörde sowie das Standesamt. Der neue Trausaal ist eine architektonische Besonderheit: Für ihn wird die Fassade eingeschnitten, so dass Hochzeitspaare durch ein großes Panoramafenster auf die Altstadt schauen können. Entworfen hat das Gebäude Architekt Karl-Heinz Walbrunn, die Fassade das Architekturbüro Diezinger.

Bei der Hebweihfeier sprach Gotz von einem „wunderbaren Zwischenschritt“. 2014 habe die Stadt das 150 Quadratmeter große Grundstück mitsamt Altbau gekauft. Anfang 2017 erfolgte der Abriss, die Fassade konnte nicht gerettet werden. Seit Ende Januar wird gebaut.

Gotz betonte, wie dringend seine Verwaltung auf den Neubau angewiesen sei, seit Jahren herrsche sich verschärfende Raumnot. Es gebe kaum Gelegenheit für diskrete Bürgeranliegen. Vom Neubau werde die gesamte Innenstadt profitieren, „denn eine Verwaltung ist ein großer Frequenzbringer“.

Landrat Bayerstorfer gratulierte zu dem Projekt. Service am Bürger werde immer wichtiger, sagte er.

Den Richtspruch rief Anton Schlehhuber vom Gerüst. Alle drei Weingläser, die er traditionsgemäß leerte, zerschellten an der Fassade – bekanntlich ein gutes Zeichen.

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