Rudi Simbeck leitete 20 Jahre langden Spielbetrieb im Erdinger Jugendfußball. Aus gesundheitlichen Gründen tritt er nun zurück.

Simbeck: Mister Jugendfußball tritt ab

Eichenried - Eine Ära im Jugendfußball geht zu Ende: Nach 20 Jahren als Leiter der Spielgruppe Erding ist Rudolf Simbeck aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten.

Nach einem Krankenhaus-Aufenthalt während der Weihnachtsfeiertage habe er sich zu diesem Schritt entschlossen, sagte der 69-jährige Eichenrieder gestern.

Schon vor einigen Jahren hatte er die gesamte Organisation des Spielbetriebs im Kleinfeldbereich (Spieler bis elf Jahre) Adi Maier und später Katharina Gohl überlassen. Um die Junioren im Alter bis 19 Jahren kümmert sich ab sofort Hans Huber, Jugendleiter des Fußballkreises Donau/Isar, zu dem der Kreis Erding gehört.

„Ich will keine Verabschiedung“, sagte Simbeck der Heimatzeitung. Er wolle kein großes Aufsehen daraus machen. „Ich möchte so gehen, wie ich gekommen bin.“

1994 hatte Simbeck das Amt von Günther Krzizok übernommen. Seitdem erstellte er die Spielpläne, bearbeitete Tausende von Spielberichtsbögen und zählte zu den Funktioären, die den Merkur CUP von Beginn an förderten.

Der Eichenrieder nahm sich aber auch durchaus die Jugendleiter, Trainer oder auch Schiedsrichter zur Brust, wenn in seinen Augen etwas schief lief. Den Kontakt zu den Vereinen konnte er schon deswegen nicht verlieren, weil er sich zahllose Jugendspiele selbst anschaute. An jedem Wochenende habe er sich in den letzten 20 Jahren mindestens ein Spiel angesehen, „am liebsten welche in den Kreis- oder Bezirksoberligen“, sagte Simbeck und fügt hinzu: „Also da, wo richtig Fußball gespielt wird.“

Dass Vereine immer wieder „lieber Siegtrainer statt Ausbilder“ haben, kritisierte der Eichenrieder auch gestern noch einmal. „Der Fußball lebt von der Qualität der Trainer. Was soll man von Leuten erwarten, die das nur machen, weil sich sonst kein anderer findet?“

Ratschläge für seinen Nachfolger wollte Simbeck gestern nicht geben. „Jeder muss selber wissen, wie er mit den Vereinen umgeht."

Dieter Priglmeir

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