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„Kein Ringschluss ohne Tunnel“: Die Kundgebung im Herbst 2015, hier OB Max Gotz, hat sich gelohnt. Erding bekommt beim Schienenausbau seine Wunschlösung.

S-Bahn-Ringschluss 

Tunnel kommt, Friede bleibt

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In drei bis vier Jahren dürfte für den S-Bahn-Ringschluss Baurecht auf voller Länge bestehen. Das Genehmigungsverfahren für den Abschnitt durch Erding ist angelaufen. Doch Oberbürgermeister Max Gotz reicht das noch nicht.

Erding – Nur eine Woche nach der Baugenehmigung für den Ringschluss-Abschnitt zwischen dem Flughafen München und der nördlichen Stadtgrenze von Erding hat die Deutsche Bahn auch für das Teilstück durch die Stadt Erding beim Eisenbahnbundesamt das Planfeststellungsverfahren beantragt. Es war bisher das Nadelöhr der zweiten Schienenanbindung von Deutschlands zweitgrößtem Airport.

Bekanntlich hat Erding immer darauf bestanden, dass die Stadt von den Gleisen nicht durchschnitten werden dürfe. Lange Zeit hatten Freistaat und Bahn abgewunken. „Zu teuer, das müsste Erding selbst bezahlen“, hieß es. Die Wende kam 2017: Am 7. August unterzeichneten OB Max Gotz und der damalige Verkehrsminister Joachim Herrmann (beide CSU) die Tunnelvereinbarung: Die S-Bahn fährt bereits im Stadtpark in einen gut zwei Kilometer langen Tunnel ein, der bis zum neuen Bahnhof im Fliegerhorst reicht. Das heutige Bahnhofsareal wird versilbert, der Übergang Haager Straße verschwindet. Gotz hatte erreicht, dass sich Erding mit maximal 35 Millionen an dem längeren Tiefbauwerk beteiligen muss.

Auf dieser Planung hat die Bahn diese Woche das Planfeststellungsverfahren beantragt. „Jetzt sind wir mit Volldampf unterwegs. Erding bekommt seinen Tunnel“, sagt die neue Verkehrsministerin Ilse Aigner (CSU).

Bestandteil der Planung ist der neue Verknüpfungsbahnhof im Fliegerhorst, den nicht nur die S-Bahnen anfahren werden, sondern nach der Realisierung der Walpertskirchener Spange auch die Regionalbahnen bis Salzburg. Güterverkehr bleibt tabu. Bereits seit zwei Jahren erwirbt die Stadt die erforderlichen Flächen beziehungsweise verhandelt mit dem Bund über diesen Teil der Kaserne.

Das Eisenbahnbundesamt prüft nun alle Unterlagen und übergibt sie dann der Regierung von Oberbayern, die für die öffentliche Auslegung sorgt. Erörterungstermine werden folgen.

Im Gespräch mit unserer Zeitung sagt Gotz: „Das ist grandios, denn nun bekommen wir eine stadtverträgliche Lösung, die den Frieden in der Bürgerschaft wahrt.“ Die Geschlossenheit zahle sich nun aus.

Auf Klagen stellt sich der Stadtchef dennoch ein – unter anderem aus Langengeisling. „Das wird ganz sauber abgearbeitet. Wir sind ein Rechtsstaat.“ Wie bei der Neufahrner Kurve rechnet er mit einem Verzug von maximal einem Jahr.

Gotz richtet den Blick über die Planungsgrenzen hinaus. „Die Altenerdinger haben wir nicht vergessen. Ich stehe mit der Bahn in intensivem Kontakt, dass die Schranken an der Bahnhofstraße möglichst schnell digitalisiert werden, damit sich die Wartezeiten dort drastisch verkürzen.“ An Aigner appelliert er erneut, das Projekt mit der gleichen Intensität voranzutreiben wie Herrmann.

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