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Abkühlung in 3, 2, 1 . . . erwartet diesen jungen Mann, der im Erdinger Freibad vom Zehn-Meter-Brett springt.

„Tatsächlich jeden Tag offen“

Saisonende: Freibäder im Kreis Erding ziehen Bilanz

  • Hans Moritz
    VonHans Moritz
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Die Freibadsaison ist am Sonntag im Kreis Erding zu Ende gegangen. Die Betreiber ziehen eine zufriedenstellende Bilanz über den zweiten Corona-Sommer.

Der Sommer neigt sich dem Ende zu – und so auch die Freibadsaison. Wer sich in den vergangenen Monaten abkühlen wollte, konnte das in einem der drei Freibäder im Landkreis tun. Wir haben uns bei den Betreibern nach den Bilanzen erkundigt.

Am stärksten besucht war das Erdinger Freibad. Knapp 60 000 Gäste zählten die Stadtwerke. „Das Wetter war diesen Sommer zwar teilweise sehr durchwachsen, aber wir sind trotzdem einigermaßen zufrieden mit der Saison“, sagt Robert Maier, Betriebsleiter der Freizeitanlagen der Stadtwerke Erding. Positiv war laut Maier vor allem, dass man trotz der andauernden Pandemie tatsächlich jeden Tag öffnen durfte. „Letzte Saison waren wir deutlich eingeschränkter. Da waren es auch nur 45 000 Besucher, das tat uns schon weh“, gibt Maier zu.

Der bestbesuchte Monat war der Juni mit über 25 000 Gästen. „Man könnte annehmen, dass der August am meisten Gäste mit sich bringt, aber zu der Zeit sind viele im Urlaub, das darf man nicht unterschätzen“, analysiert Maier. Mit rund 2000 Besuchern war der 20. Juni der Rekordtag heuer.

Laut Maier verlief die Saison glücklicherweise unfallfrei. „Neu war diesen Sommer, dass es keine Saisonkarten gab, dafür aber 50er- Karten. Ein Besuchermagnet sei nicht nur die Sprunganlage, sondern auch die „große Liegewiese und das schöne Kinderbecken“.

Nach der Freibadsaison ist in Erding vor der Hallensaison. „Wir sind gerade dabei, die Becken zu säubern und zu füllen. Dann müssen noch die Wasserwerte reguliert und anhand von Proben im Labor geprüft werden. Sollte alles klappen, öffnen wir wie angekündigt am 25. September.“

Das Freibad Dorfen hingegen hatte spontan die Saison um eine Woche bis zum gestrigen Sonntag verlängert.

Auch in Dorfen ist man laut Michaela Hoffmann, Leiterin des Freibads, sehr zufrieden mit der Saison, da sie „ohne größere Vorkommnisse und Unfälle über die Bühne ging“. Ärgerlich war laut Hoffmann allerdings das wechselhafte Wetter und dass man pandemiebedingt nur eine begrenzte Anzahl an Besuchern gleichzeitig ins Bad lassen durfte. Hier sei man das eine oder andere Mal an die Kapazitätsgrenze gestoßen.

Ebenso wie in Erding war auch in Dorfen der Juni der verkaufsstärkste Monat mit fast 20 000 Gästen. Insgesamt durfte sich das Freibad seit der Saisoneröffnung über mehr als 44 000 Wasserratten. „Heuer hatten wir zum ersten Mal ein Sonnensegel über dem Planschbecken für die ganz kleinen Gäste, was sehr gelobt wurde“, berichtet Hoffmann.

Auch das Waldbad Taufkirchen hatte bis gestern geöffnet. Nun werde das Schwimmerbecken zwar geschlossen, aber das Nichtschwimmerbecken bleibe bis mindestens Ende September geöffnet, verspricht Martin Bauer, Geschäftsleiter im Rathaus. Im Oktober müsse man dann wetterabhängig entscheiden, wie es weitergeht.

Auch in Taufkirchen war der Juni der bestbesuchte Monat. Insgesamt über 58 000 Gäste besuchten seit Saisonbeginn das Waldbad. Rekordtag war hier der 19. Juni mit rund 2500 Besuchern.

Bauer glaubt, dass die Besucher vor allem die ruhige Lage und die große Wiesenfläche schätzen. „Auch unser Sprungturm wird von den Jugendlichen sehr gut angenommen, und das Planschbecken bietet auch unseren kleinsten Gästen einen schönen Tag“, erklärt Bauer. Fast 1500 Saisonkarten konnte das Waldbad verkaufen. Auch so ist man laut Bauer trotz der anfangs unklaren Situation hinsichtlich Corona und dem nicht immer perfekten Badewetter sehr zufrieden mit der Saison. „Es ist immer wieder schön zu sehen, wie das Waldbad bei den Familien, Jugendlichen und Kindern, sowie den Dauergästen gut ankommt.“

Andreas Schuder

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