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Zwei Säckchen Seedbombs überreichten Lara Hötzsch, Céline Gleinich und Philipp Heideker OB Max Gotz (v. l.), als er einen Anteilsschein erwarb.

Korbinian-Aigner-Gymnasium

Samenbomben, die Blumen sprießen lassen

Erding – Der Natur verbunden hat sich die Firma „flowErding“. Céline Gleinich, Lara Hötzsch und Philipp Heideker besuchen die 11. Klasse des Korbinian-Aigner-Gymnasiums (KAG) und machen im Rahmen des P-Seminars Unternehmensgründung erste Berufserfahrungen auf diesem Gebiet.

Sie stellen so genannte Seedbombs her, kleine Kugeln, die im Garten ausgeworfen werden und Wochen später bunte Blumen sprießen lassen. Die walnussgroßen Bällchen – zusammengemischt aus Blumenerde, Tonmehl, Lehmpulver und Samen – kommen, eingepackt zu je fünf Stück, in verschiedenfarbigen Beutelchen an den Mann. Mit einem Preis von 2,50 Euro pro Beutel und dem Verkauf von Anteilsscheinen für je zehn Euro wirtschaften die Gymnasiasten erfolgreich: „Wir haben bereits 78 unserer 90 Anteilsscheine verkauft und werden künftig noch mehr Seed Bombs herstellen, um den Bedarf zu decken“, erzählt Heideker.

300 dieser Samenkugeln haben die Drei bereits produziert und in einem Testlauf an der Schule verkauft. Bis zur Firmenauflösung im Januar 2017 sollen es noch viele mehr werden, sind sich alle einig. Dann wollen sie auch ihre Anteilseigner, möglichst inklusive Gewinnbeteiligung, auszahlen.

Auch über die Region hinaus setzt sich flowErding für die Umwelt ein. Ein Teil des Gewinns wollen die drei Schüler an die Organisation „Plant for the Planet“ spenden, die sich für die Aufforstung des Regenwalds einsetzt.

Mit dem Kauf eines Anteilsscheins unterstützt auch Oberbürgermeister Max Gotz die Jungunternehmer. Er empfing sie im Rathaus. „Der Erfolg besteht darin, dass etwas aufgeht“, beschreibt Gotz die „farbige Schulaktion“ im doppelten Sinn und wünschte den Schülern „eine gute Erfahrung und positive Resonanz“ mit ihrem Projekt.

bab

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