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Mit ökumenischem Segen von den Pfarrern (stehend, v. l.) Roland Fritsch und Martin Garmaier wurde die sanierte Berufsschulturnhalle eingeweiht. Neu sind unter anderem der Sportboden und die Wände – aus heimischem Fichtenholz und offen geschraubt, so Architekt Richard Falterer.

Sanierte Turnhalle der BerufsSchule Erding 

Mit Kosten und Bauzeit im Rahmen

Die Schüler der Berufsschule Erding können wieder in ihrer Halle sporteln. Sie ist nach zehnmonatiger Sanierung nun voll nutzbar.

Erding– In der Turnhalle der Dr.-Herbert-Weinberger-Schule Erding sind schon viele ins Schwitzen gekommen. Schüler im Sportunterricht, aber auch Absolventen bei den Abschlussfeiern im Sommer. Wenn die Sonne aufs Dach geknallt ist, stand die Luft im Inneren regelrecht.

Diese Zeiten sind jetzt vorbei. Als gestern die Halle nach ihrer Sanierung eingeweiht wurde, herrschten draußen 28 Grad. Und drinnen? Kein Vergleich zu vorher. Das angenehme Raumklima ist einem neuen Lüftungssystem zu verdanken – eine von vielen Maßnahmen, die seit August 2017 durchgeführt wurden. „Ein knapper Zeitplan, den wir einhalten konnten“, verkündete Architekt Richard Falterer.

Zweimal hatte der Landkreis die Halle 2014/15 als Notunterkunft für Asylbewerber zur Verfügung gestellt, jeweils bis zu 150 Flüchtlinge kamen darin unter. Während dieser Zeit war es zu einem Wasserschaden in den Umkleiden und im Sanitärbereich gekommen. Unter anderem, aber nicht ausschließlich deswegen habe man die Generalsanierung beschlossen, betonte Landrat Martin Bayerstorfer (CSU) gestern: „Das stand schon vorher fest.“

Und so wurden Sportboden, Prallwände, Türen, Tore und ein Teil der Sportgeräte erneuert. Die Sanitärbereiche erhielten neue Bodenbeläge und Wandfliesen, die Duschräume wurden neu aufgeteilt. „Es wurde ein behindertengerechtes WC eingebaut samt Treppenlift. Das sind zwar nur ein paar Stufen, aber für einen Rollstuhlfahrer kann das eine unüberwindbare Situation sein“, so Bayerstorfer.

Im Sanitärbereich hat man sämtliche Rohrleitungen erneuert und an die aktuellen Anforderungen der Trinkwasserhygiene angepasst. Neu sind zudem die zentrale Warmwasserbereitung, die Heizungs- und die Elektroanlage, die LED-Beleuchtung und die sicherheitstechnischen Elektroanlagen.

„Die Baukosten, und darauf bin ich richtig stolz, wurden eingehalten“, sagte Bayerstorfer. Sie liegen sogar unter dem Haushaltsansatz. Von den rund 1,9 Millionen Euro Baukosten übernimmt der Freistaat 220 000 Euro als Förderung und 913 000 Euro für die Nutzung der Räume als Notunterkunft. Vom Bund kommen zudem weitere 25 500 Euro.

„Lernen braucht Ausgleich“, sagte MdL Ulrike Scharf (CSU) in ihrem Grußwort. Dafür sei die frisch sanierte Halle nun ideal. Erdings OB Max Gotz (CSU) freute sich, dass dadurch der Schulstandort Erding „gefestigt und erweitert“ werde. Die Halle werde, besonders durch ihre Nutzung von den Sportvereinen der Stadt, seitens der Bevölkerung sehr gut angenommen.

Als „glücklichen Schulleiter“ bezeichnete sich Dieter Link, der selbst auch Sportunterricht gibt. Er erkor einen Begriff aus dem Fußball zum Motto des Tages: Anstoß. Denn mit der Einweihung werde „eine neue Sportsaison“ angestoßen – es finde wieder regelmäßiger Sportunterricht statt. In den vergangenen Monaten mussten einige Stunden ausfallen, so Link. Für die Vollzeitschüler habe es ein Notprogramm mit Betätigung im Freien gegeben – so denn das Wetter gepasst hat. Das spielt jetzt keine Rolle mehr.

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