Nach der Nutzung als Flüchtlingsunterkunft

Sanierungsfall Berufsschul-Turnhalle

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Erding - Ein Architekt soll ermitteln, wie viel die Sanierung der Berufsschulturnhalle kostet. Nach der Nutzung als Flüchtlingsunterkunft sind vor allem die Sanitärräume in schlechtem Zustand.

Die Berufsschulturnhalle muss saniert werden. Das ist seit Oktober 2015 bekannt. Damals endete zum zweiten Mal eine Nutzung der Halle als Notunterkunft für Flüchtlinge – beide Male waren rund 200 Asylbewerber dort untergebracht. Bis jetzt weiß man aber nicht, wie viel die Reparaturen kosten werden. Das soll nun ein Architekt ermitteln. Der Ausschuss für Bauen und Energie hat gestern beschlossen, die Planungen in Auftrag zu geben. Die Verwaltung geht von 20 000 bis 25 000 Euro Planungskosten aus.

In den Umkleiden und den Sanitärräumen liege ein großflächiger Wasserschaden vor, berichtete Sachgebietsleiter Matthias Huber. „Der Bereich wurde sehr viel intensiver genutzt als im Sportbetrieb“, erklärte er. Laut Vorlagebericht ist dort der Boden stark durchnässt, und die Materialien müssen entfernt werden. Nach einem Baugutachten des TÜV werde empfohlen, den Bodenaufbau komplett bis zur Rohdecke sowie Putz und Fliese bis zu einer Höhe von 60 Zentimetern zu entfernen. Türzargen, Türblätter und Sanitärtrennwände seien größtenteils kaputt.

Auch der Turnhallenboden ist durch die Aufstellung der Feldbetten und Trennwände beschädigt. Der Boden sei schon 30 Jahre alt, erklärte Huber. Im Zuge der Überprüfung habe die Kommunale Unfallversicherung Bayern zudem festgestellt, dass es in der Halle keinen umlaufenden Prallschutz gibt, berichtete der Sachgebietsleiter.

Die Regierung von Oberbayern hat bereits 125 000 Euro für die Sanierung freigegeben – allerdings nur für den Anteil der Flüchtlingsnutzung. Das Landratsamt geht davon aus, dass die Arbeiten 2017 umgesetzt werden.

Thema der Sitzung war auch die Brandschutzsanierung der Katharina-Fischer-Schule – ein 793 000 Euro-Projekt. Diese Kosten hat das Architekturbüro Reiser inklusive Heizung, Lüftung und Sanitär berechnet. Der erste Bauabschnitt die Fluchtwege betreffend ist bereits abgeschlossen. Mit den Arbeiten zur zweiten Etappe könne im ersten Quartal 2017 begonnen werden, berichtete Planer Ulrich Reiser den Kreisräten. „Nach den großen Ferien könnte dann alles abgeschlossen sein“, sagte er. Im Haushalt 2016 sind 166 000 Euro für die Maßnahme eingeplant. Weitere 443 000 Euro sollen im nächsten Etat stehen. Das empfahl der Ausschuss einstimmig.

Grünes Licht gaben die Räte auch für Malerarbeiten am Landratsamt. Das Amtsgebäude steht vor einer großen Brandschutzsanierung mit geschätzten Kosten von 2,6 Millionen Euro. In einigen Büros soll laut Huber der Teppichboden ausgetauscht werden. An den Trockenbaudecken wird auch gearbeitet. Wenn die Handwerker schon zugange sind, können auch gestrichen werden, erklärte Huber. Bei dem großen Volumen könne es durchaus sein, dass dieser Posten die Gesamtkosten nicht erhöht.

Timo Aichele

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