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Jeder Euro zählt fürs Sorgenkind

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Von: Hans Moritz

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Logo und Werbebanner präsentierte der Vorstand (Bild l., vorne, v. l.): 2. Vorsitzender OB Max Gotz, Vorsitzender Pfarrer Martin Garmaier, Designer Michael Lang sowie (hinten, v. l.) die Beiräte Gerd Hohlbach und Markus Marschall, Schriftführer Josef Erhard, Ina Herrmann (Öffentlichkeitsarbeit), Schatzmeister Günther Adelsberger und Hannelore Ewald-Schiebener.  © Bauersachs Peter

Unsere Kirche ist in einem erschütternden Zustand“, sagte in der Jahreshauptversammlung des Fördervereins Wallfahrtskirche Heilig Blut in Erding Schatzmeister Günther Adelsberger. 

Erding - In der Pfarrkirche St. Johannes informierte er an die 50 Versammlungsteilnehmer über erste Maßnahmen zum Erhalt der Heilig Blut-Kirche in Altenerding.

Eine Großreinigung der Gewölbeflächen zur genauen Schadensfeststellung habe schlimme Rissbilder ergeben. Alte Risse, aber auch solche neueren Datums durchzögen das komplette Gewölbe, so Adelsberger. Hier müsse schnell gehandelt werden.

Als nächster Schritt soll die Sanierung des Dachstuhls erfolgen. Die Holzverbindungen seien stark geschädigt. Auch die Neueindeckung des Dachs habe obere Priorität. Zudem stünde die Nachgründung der Außenwände an.

Die Sanierungskosten werden auf 15 Millionen Euro geschätzt. Finanzielle Zusagen seitens der Erzdiözese liegen noch nicht vor. Das Gotteshaus steht auf nicht besonders tragfähigem Untergrund. Dies wurde durch Langzeitvermessungen per Lasermessgerät festgestellt. Schwankungen des Grundwasserpegels verändern den Untergrund. Dadurch sind Bodenfliesen eingesunken, und es gibt Risse in der Holzkonstruktion der Orgel-Empore.

Von der Stuckdecke bröckelt es, zur Sicherung wurden Netze angebracht. „Spendengelder sind für unsere Arbeit enorm wichtig“, sagte Vorsitzender und Stadtpfarrer Martin Garmaier.

Der Förderverein werde seine Mitgliederwerbung erhöhen. Als Nächstes werde man Ansichtspostkarten drucken lassen, die als Achterset angeboten werden und für Spendeneinnahmen sorgen sollen.

Geschaffen wurde ein fahrbares Werbebanner und ein Logo, um so einen professionellen Auftritt zu ermöglichen. Diese Werbeartikel hatte der Langengeislinger Diplomdesigner Michael Lang erstellt. Seine ehrenamtliche Mitarbeit wurde von den Versammlungsteilnehmern mit kräftigem Beifall belohnt.

Vorsitzender Garmaier wie auch Oberbürgermeister Max Gotz appellierten an die Bevölkerung, den Förderverein zu unterstützen. Jede Mitgliedschaft und auch noch so kleine Spende seien hilfreich. Dies sei zudem ein Signal nach München. So könne man bei der Erzdiözese das Thema wachhalten und zeigen, wie wichtig den Bürgern der Erhalt ihrer Wallfahrtskirche sei.

Der Verein hat 150 Mitglieder. Adelsbergers Kassenbericht weist ein Guthaben von mehr als 29 000 Euro auf, die hauptsächlich durch Spenden hereinkamen.

Die im Erzbistum München-Freising gut bekannte und weit über die Landkreisgrenze hinaus bedeutende Wallfahrtskirche gilt als barockes Juwel. Der Sakralbau aus der Spätgotik war 1675 von Hans Kogler umgebaut worden.

Wegen schwerer baulicher Mängel wurde das Gotteshaus im Dezember 2015 geschlossen. Im Außenbereich waren auch abrutschende Dachziegel eine Gefahr. Deshalb wurde das Gebäude, das sich am Rande des Stadtparks befindet, durch ein Gerüst und einen Bauzaun abgesichert.

Ansprechpartner für den Förderverein ist Vorsitzende Pfarrer Martin Garmaier, Tel. (0 81 22) 89 20 20.

Peter Bauersachs

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